In der Kategorie "Beste Stiftung" setzte sich in diesem Jahr ein alter Bekannter durch. Die Fachjury um Alexander Etterer von Rödl & Partner war sich darin einig, dass nach 2008 dieser Preis erneut nach Hannover an die Volkswagen-Stiftung gehen soll. Zur Begründung verwiesen Etterer und seine Kollegen von Boedicker Consulting und Dr. Mecking auf den nachvollziehbaren Anlageprozess und die professionelle Organisation und Umsetzung der strategischen und taktischen Asset Allocation. Für die Volkswagen-Stiftung ist die strategische Asset Allocation nach wie vor ein notwendiges Grundgerüst. Bei der Steuerung der Allokation wird aber auch auf dynamische Elemente und die Behavioural Finance gesetzt. Lobend erwähnte die Jury außerdem, dass bei der Stiftung die Funktionen in der Geschäftsstelle klar getrennt sind und ein externer Vermögensbeirat in das Kapitalanlagemanagement einbezogen wird.
Ein weiterer Aspekt, der nach Ansicht der Jurymitglieder für die Volkswagen-Stiftung spricht, ist ihr Risikomanagement, das mit seinen praktizierten Ansätzen gut organisiert ist. Für Dieter Lehmann, Leiter Vermögensverwaltung der Volkswagen-Stiftung, klappt die Steuerung der strategischen Allokation nicht nach starren Risikomodellen. Man sollte diese zwingend mit Marktverständnis und Erfahrung koppeln und auf diese Art die Allokationskonstruktion dynamisch aussteuern. Als Begründung führte die Fachjury darüber hinaus an, dass bei der Stiftung die Risikodiversifikation im Mittelpunkt steht. Ein weiterer Aspekt, der die Jurymitglieder zu ihrer Entscheidung zugunsten der Volkswagen-Stiftung bewog, war, dass diese ihre Anlageziele beherrscht und kostenbewusst agiert.
_Über das Unternehmen
Die in Hannover ansässige Volkswagen-Stiftung verwaltet aktuell 2,3 Milliarden Euro Kapital. Ihr Ziel ist zum einen der reale Kapitalerhalt und zum anderen die Erwirtschaftung von Fördermitteln. Pro Jahr vergibt die Institution rund 100 Millionen Euro an wissenschaftliche Einrichtungen und ermöglicht so die Umsetzung von etwa 350 Vorhaben in Forschung und Lehre. Ausgehend von diesen Zielen steuert Dieter Lehmann, Leiter Vermögensverwaltung, seine Stiftung über einen breiten Anlagemix. Derzeit enthält das Portfolio 26 Prozent Aktien, 53 Prozent verzinsliche Wertpapiere, 16 Prozent Immobilien und fünf Prozent alternative Investments. Im Jahr 2009 erreichte die Stiftung eine Performance von knapp zehn Prozent.
Den Award "Beste Stiftung" überreichte Peter Dombeck von Aberdeen Asset Managers Deutschland, an Dieter Lehmann, der seit 1999 die Vermögensabteilung der Stiftung leitet.
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19.05.2010
Die Volkswagen-Stiftung erhält Auszeichnung
In der Kategorie "Beste Stiftung" setzte sich in diesem Jahr ein alter Bekannter durch.
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