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13.01.2010

DPG lanciert Transaktionskosten-Reporting für Institutionelle

Hans Pieper, DPG

Hans Pieper, DPG

Mit dem Tool sollen Kosten eingespart und die Performance optimiert werden.

FRANKFURT - Die Finanzmarktkrise hat den Investoren weltweit einmal mehr vor Augen geführt, welche Bedeutung den Handelskosten in Bezug auf die Performance von Portfolien zukommt.

Viele Finanztitel konnten teilweise gar nicht oder nur mit großen Preisabschlägen gehandelt werden. "Eine gute Performance wird durch eine nachhaltige Kapitalmarktprognose, aber auch maßgeblich durch eine gute Orderausführung an den Märkten generiert. Die Bedeutung der Orderausführung wird dabei häufig unterschätzt", sagte Hans Pieper, Geschäftsführer der Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft (DPG).

Aus diesem Grund hat sich sein Unternehmen dazu entschlossen, seine Angebotspalette zu erweitern, und bietet seit Anfang dieses Jahres institutionellen Investoren und Kapitalanlagegesellschaften ein Transaktionskosten-Reporting für Aktien- und Zinsanlagen an. Mit diesem Reporting soll den Anlegern eine regelmäßige empirische Überprüfung der Best Execution Policy im Sinne des Wertpapierhandelsgesetzes ermöglicht und Anhaltspunkte zur Einsparung von Kosten und zur Optimierung der Performance gegeben werden.

Für die Erstellung des Transaktionskostenanalyse-Reporting arbeiten die DPG mit XTP Transaction-Partners zusammen. "XTP hat große Erfahrungen auf diesem Gebiet. Sie führen Transaktionskostenanalysen bereits seit acht, neun Jahren durch", begründete Pieper die Wahl des Kooperationspartners. Bei dieser Zusammenarbeit stellt die DPG alle für die Analyse notwendigen Daten bereit und XTP führt die Analyse durch. Am Ende erhält der Kunde ein Reporting, in dem ¬sowohl die expliziten als auch die impliziten Handelskosten, wie Umsatzprovision, Brokergebühren, Stempelsteuer sowie Wartekosten und Market-Impact-Kosten, für einzelne Portfolios aufgelistet, aggregiert und ausgewertet werden. Zusätzlich wird die Ausführungsqualität der Transaktionskosten des Kunden einer Peergroup-Analyse unterzogen.

Wie bei allen Dienstleistungen der DPG arbeitet das Unternehmen auch bei der Transaktionskostenanalyse mit einem festen Preissatz. Dieser wird sich um die 3.000 Euro pro Portfolio und damit im Bereich von unter einem Basispunkt bewegen. "Die Kosten sollen für den Kunden kalkulierbar sein”, erläutere Pieper den Preisansatz. Außerdem wies er daraufhin, dass das Transaktionskosten-Reporting quartalsweise geliefert wird. "Abhängig von den Ereignissen des Kunden und der Daten werden wir aber auch variabel Analysen zu den Handelskosten durchführen", fügte der DPG-Geschäftsführer hinzu.

In Nordamerika sind Transaktionsanalysen schon lange Standard. In Deutschland war das bisher allerdings nicht der Fall. "Aus der Marktstruktur heraus war eine solche Analyse in Deutschland in der Vergangenheit nicht interessant", erläuterte Pieper. Seiner Einschätzung nach hat sich das Bild inzwischen jedoch gewandelt: "Die Finanzkrisen der vergangenen Jahre haben dazu geführt, dass Investoren schärfer die Ereignisse betrachten und analysieren."

Obwohl die DPG bisher noch keine Kunden für diese spezielle Dienstleistung hat, sieht Pieper ein Interesse seitens der Investoren an einem solchen Reporting gegeben: "Die Nachfrage ist da, vor allem bei größeren Häusern, die sich dadurch Kosteneinsparungen versprechen." Und weiter: "Es geht nicht unbedingt darum, Geld zu verdienen, sondern kein Geld zu verlieren." Für kleinere Investoren sei eine solche Analyse hingegen weniger interessant, da sich wirkliche Kosteneinsparungen nur ab einem gewissen Volumen erzielen lassen.

Für Investoren und Kapitalanlagegesellschaften, die bereits Kunde bei DPG sind, soll die Implementierung der Transaktionskostenanalyse in das bisherige DPG-Reporting ohne Aufwand möglich sein. "Für die Performancemessung bereiten wir die Daten von Kapitalanlagegesellschaften auf. Diese Daten lassen sich auch für weitere Analysen, wie die Transaktionskostenanalyse, verwenden. Das ist der Hebel, an dem wir ansetzen”, sagte er.

portfolio institutionell newsflash 13.01.2010/kbe/jan

 
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