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19.05.2010

Drei auf einen Streich für Signal Iduna

Der große Abräumer der portfolio institutionell Awards 2010 kam in diesem Jahr aus der Versicherungsbranche.

Der große Abräumer der portfolio institutionell Awards 2010 kam in diesem Jahr aus der Versicherungsbranche. In drei Kategorien konnte die Signal Iduna die jeweiligen Fachjurys von sich überzeugen und am Ende den Preis für das beste Risikomanagement, die beste Portfoliostruktur und als bester Investor alternativer Asset-Klassen mit nach Hause nehmen.

Die Fachjury, die unter der Leitung von Dr. Peter König für die Wahl des besten Risikomanagements zuständig war, begründete ihre Entscheidung wie folgt: Das Gesamtkonzept der Signal Iduna wirkt in methodischer, technischer und personeller Hinsicht hochentwickelt. Darüber hinaus wiesen König und seine Kollegen von Mercer und Protinus darauf hin, dass die Versicherung auf adäquate Risikomodellierung großen Wert legt und auch alternative Asset-Klassen konsistent einbindet. In der Überwachung und Steuerung werden der Jury zufolge die Ebenen der Anlageentscheidungen mit jeweils eigenständigen Ansätzen adressiert. Überzeugt hat Signal Iduna die Fachjury der Kategorie "Bestes ­Risikomanagement" außerdem dadurch, dass sie den Handel und das Controlling getrennt aufstellt und die mit dem Risikomanagement verbundenen Unternehmensprozesse stimmig einbindet. Dabei zerlege die Versicherung das Gesamtrisiko thematisch korrekt und ordne dort, wo dies sinnvoll und möglich ist, gängige und anerkannte Maße zu. Die Abgrenzung zwischen der strategischen und taktischen Sicht und zwischen rein finanzwirtschaftlichen und eher allgemein operativen Risiken sei gelungen. In ihrer Begründung hoben die Jurymit­glieder ferner hervor, dass auf Basis umfassender Grundsätze zum Geschäftsmodell passende einzelne Risikostrategien formuliert werden. Insgesamt liege eine klare und nachvollziehbare Aufteilung der Prozessschritte vor.
Außer für ihr Risikomanagement wurde die Signal Iduna auch für ihre Portfoliostruktur ausgezeichnet. Wie die Fachjury aus Vertretern vom DVFA, Bernd Haferstock, Habbel, Pohlig & Partner sowie Professor­ Wolfgang Drobetz von der Universität Hamburg feststellte, gründet sie die Konstruktion, Umsetzung und Kontrolle der Portfoliostruktur auf klar definierte, organisatorische Prozesse und Strukturen.­ Das Set-up der Vermögensanlage vollziehe sich in mehreren­ Prozessschritten, zu deren Beginn Asset-Liability-Analysen stehen. Mit dem hieraus abgeleiteten ALM-Portfolio soll der über den Langfristzeitraum zugesagte Garantiezins erwirtschaftet werden. Mit einem­ davon zu differenzierenden Alpha-Portfolio werden die kurz- und mittel­fristigen Kapitalmarktaspekte in den Vordergrund gestellt, um Überschussrenditen­ auf taktischer Ebene zu erzielen. Weiter hoben die Jurymitglieder der Kategorie "Beste Portfoliostruktur" hervor, dass die praktische Umsetzung zu einem diversifizierten Portfolio führt, das traditionelle und alternative Anlageklassen vereint und grundsätzlich einem aktiven Management den Vorrang einräumt. ­Beispielsweise werden auf diese Weise im Rahmen eines Core-Satellite-Ansatzes europäische Kernsegmente mit außereuropäischen Regionen und bestimmten Style-Investments zusammen­gebunden.
Überzeugt hat die Signal Iduna außerdem dadurch, dass bei der Vergabe­ von Mandaten interne und externe Manager den gleichen Auswahl­kriterien unterliegen. Auf diese Weise wird laut den Jurymitgliedern sichergestellt, dass nur solche Lösungen umgesetzt werden, die sich an generell objektiven­ Notwendigkeiten messen lassen. Schließlich werde im Rahmen eines effizienten Risikomanagements die praktische Kapitalanlageumsetzung überwacht und sichergestellt, dass Risiken über ein fortlaufendes Reporting frühzeitig erkannt werden, so dass zeitnah adjustiert werden kann.
In der Kategorie "Bester Investor alternative Asset-Klassen" lieferte sich die Signal Iduna ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit einem anderen Investor. Beide Kandidaten überzeugten die Jurymitglieder von Complementa, Bfinance, Tajdo und Professor Dr. Denis Schweizer von der WHU - Otto Beisheim School of Management mit ihrem langjährigen, strategischen Einsatz der alternativen Anlagesegmente Hedgefonds und Private Equity. In einem strukturierten Investmentprozess binden­ der Jury zufolge beide Investoren konsequent spezialisierte Consultants­ in den Bereichen ein, in denen ihnen internes Know-how fehlt. Zudem­ sollen sowohl die Signal Iduna als auch der zweite Kandidat effiziente Abwicklungsplattformen und Anlagevehikel­ nutzen.
Den Ausschlag zugunsten der Versicherung gab der Jury zufolge letztendlich, dass der Finanzmarktkrise zum Trotz die Alternatives-Quote planmäßig weiter ausgebaut wurde. Positiv hoben die Jurymitglieder der Kategorie "Bester Investor alternativer Asset-Klassen" ­außerdem hervor, dass Signal Iduna im Bereich Private Equity ständig am Aufbau der eigenen, vergleichbaren Peer-Group-Datenbasis arbeitet, was zu einer validen Dachfonds-Benchmark führt. Diese Daten­basis würde der Jury zufolge gerne so mancher Investor und Consultant­ nutzen. Auch im Hedgefonds-Bereich konnte Signal Iduna bei der Jury­ punkten, und zwar dadurch, dass sie den Erfahrungen­ der Krise Rechnung getragen, ihre Dachfondsinvestments in Single­fonds umgeschichtet und einen externen Risk Controller eingebunden hat.

_Über das Unternehmen
Mit einem Kapitalanlagevolumen von etwa 38 Milliarden Euro zählt die Signal Iduna Gruppe zu den zehn größten Versicherungsgruppen Deutschlands. Die stärkste Sparte in dem Unternehmensverbund ist das Krankenversicherungsgeschäft. Neben der Signal Kranken­versicherung und dem Deutsche Ring Krankenversicherungs­verein gehören außerdem die Iduna Vereinigte Lebensversicherung, die Signal Unfallversicherung und eine Reihe von Finanztöchtern zur Unternehmensgruppe. Der zentrale Asset Manager ist die Siam (Signal­ Iduna Asset Management). Im Jahr 2009 erzielte die Iduna Leben, deren Kapitalanlagevolumen rund 18 Milliarden Euro beträgt, eine Netto­rendite von 4,2 Prozent. Der Rechnungszins liegt im Durchschnitt bei 3,5 Prozent.
Die Awards in den Kategorien "Bestes Risikomanagement", "Beste­ Portfoliostruktur" und "Bester Investor­ alternativer Asset-Klassen" überreichten Thomas Fleck, Leiter institutionelle Kunden bei Union Investment, Thomas Meyer zu Drewer, Deutschland-Chef von Lyxor, und Markus Neubauer, Geschäftsführer bei Universal Investments, an den Leiter Kapitalanlagen bei Signal Iduna, Bernhard Goliasch.

 
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