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17.11.2010

Etwas schlechtere Noten für Immobilien-Manager

Feri in Bad Homburg

Feri in Bad Homburg

Investoren vergeben ihnen eine Note von 2,4 nach 2,2 vor zwei Jahren.

BAD HOMBURG (Taunus) - Das Vertrauensverhältnis zwischen institutionellen Investoren und ihren Immobilien-Asset-Managern hat unter der Finanzmarktkrise leicht gelitten. Dies geht aus der neuen Feri-Studie "Real Estate 2010" hervor. Wie in der Schule vergaben die Investoren Noten, wobei eine Eins für "sehr gut" und eine Fünf für "mangelhaft" steht.

Die Qualität der Kundenbetreuung wurde insgesamt mit einer 2,4 bewertet. In der Vorgängerstudie kamen die Immobilien-Asset-Manager noch auf eine Note von 2,2.
Unzufriedener sind die Investoren 2010 insbesondere mit der Qualität der Anlageausschusssitzungen. Außerdem sehen sie ihre spezifischen Kundenbedürfnisse weniger berücksichtigt als dies noch vor zwei Jahren der Fall war. Auch das Portfoliomanagement wird in der aktuellen Studie mit einer Gesamtnote von 2,4 kritischer bewertet als 2008.

Im Vergleich mit der Vorgängerstudie vergaben die befragten Investoren in diesem Jahr vor allem für die bisherige Performance und für das einzelobjektbezogene Research vor Ort deutlich schlechtere Noten. Wie aus der Studie weiter hervorgeht, plant die Mehrheit der Institutionen bis Ende 2013 eine Erhöhung der Immobilienquote.

Kritisch zu hinterfragen ist jedoch, ob diesem Bekenntnis auch Taten folgen. In der Vergangenheit war das zumindest nicht immer der Fall: Bereits zwei Jahre zuvor wollte die Mehrheit ihre Immobilienquote erhöhen. Wie sich in der aktuellen Studie zeigt, hat sich der Anteil der Immobilienanlagen am Gesamtportfolio in den vergangenen zwei Jahren jedoch nicht verändert. Er liegt im Durchschnitt weiterhin bei 6,1 Prozent.

Laut der Studie könnte die Dominanz der Büroimmobilien in den Immobilienportfolios während der nächsten Jahre schwinden. Das Interesse gilt im Moment vor allem Einzelhandels- und Wohnimmobilien. Jeweils gut ein Drittel der befragten Investoren will in den nächsten drei Jahren in diese beiden Nutzungsarten investieren.

Das bevorzugte Anlagevehikel sind Spezialfonds - knapp die Hälfte will über diese in Immobilien investieren. Hinter den Spezialfonds sind Direktinvestments die zweitbeliebteste Anlagekategorie für künftige Investitionen. Der Direktbestand, der derzeit im Durchschnitt etwa 55 Prozent des Immobilienportfolios ausmacht, hat seinen Reiz auf Investoren also noch nicht verloren.

Allerdings holen Spezialfonds allmählich auf: Inzwischen stellen sie fast ein Drittel des Immobilienportfolios und damit gut sechs Prozent mehr als noch vor zwei Jahren. Für die Studie befragte Feri 105 institutionelle Investoren mit einem Immobilienvermögen von rund 45 Milliarden Euro.

portfolio institutionell newsflash 18.11.2010/kbe/jan/rko

 
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