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09.02.2011

EU-Pensionsfonds verspekuliert sich mit Aktien

Das EU-Parlament in Brüssel

Das EU-Parlament in Brüssel

Die Folge: Ende 2009 hatte der Fonds ein Defizit von 85 Millionen Euro.

BRÜSSEL - Fehlspekulationen mit Aktien haben bei einem Pensionsfonds für EU-Parlamentarier offenbar ein Defizit von mehreren Millionen Euro verursacht.

Wie der Branchendienst Euractiv.de unter Berufung auf EU-Kreise berichtet, wies der Fonds Ende 2009 ein Defizit von 85 Millionen Euro aus. Damals stand ein Vermögen von 177 Millionen Euro Pensionsansprüchen im Wert von 262 Millionen Euro gegenüber.

Um von der Aktienhausse zwischen 2003 und 2007 zu profitieren, investierte der Fonds zwei Drittel des Vermögens in diese Asset-Klasse. Im Jahr 2008 wurde die hohe Allokation allerdings zum Verhängnis, da die Aktienmärkte wegen der Finanzkrise regelrecht einbrachen. Für 2008 machte der Pensionsfonds den EU-Kreisen zufolge einen Verlust von 30 Prozent.

Falls der Pensionsfonds bis 2021 das Defizit nicht abbaue, müsse das EU-Parlament, und damit die Steuerzahler, der Einrichtung unter die Arme greifen, so Euractiv.de weiter. Hierfür müsse der Fonds jährlich eine Rendite von 10,5 Prozent erwirtschaften, was aber nur dreimal seit seinem Start 1999 passiert sei.

Laut dem EU-Haushaltspolitiker Jorgo Chatzimarkakis prüft das EU-Parlament Möglichkeiten, die finanziellen Schäden durch den Fonds zu begrenzen. "Ich hoffe, dass es eine Lösung gibt, bevor der Steuerzahler belastet wird", sagte Chatzimarkakis.

Der Fonds wurde gegründet, um mehr als 1.000 EU-Abgeordneten eine Zusatzpension zu gewähren. Nach den Fehlspekulationen wurde die Einrichtung Ende 2009 geschlossen für neue Beiträge.

portfolio institutionell newsflash 09.02.2011/jan/gor

 
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