Die Verka hatte ihn 2008 wegen einem internen Streit abberufen.
MÜLHEIM (a. d. Ruhr) - Bernd Kühlein, der 2008 als Vorstand der Pensionskasse Verka abberufen wurde, ist nun beim Pensionsberater Aon Jauch & Hübener als Berater für Pensionskassen eingestiegen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Unternehmens.
Kühlein wurde im September 2007 zusammen mit dem Ex-Verka-Vorstand Manfred Balk vom Landgericht Berlin zu Schadensersatz in Höhe von 2,5 Millionen Euro verurteilt.
Die Begründung: Kühlein und Balk hätten durch fahrlässiges Management 2,5 Millionen Euro von der Verka bei der gescheiterten Gründung der Neuen Zusatzversorgungskasse (NZVK) verschwinden lassen. Das Urteil des Landgerichts ist jedoch nie rechtskräftig geworden, und Kühlein weist die Vorwürfe über Mißmanagement von sich.
Kühlein blieb jedenfalls Vorstand bei der Verka, wo er die Bereiche Personal und Versicherungstechnik verantwortete. Kurze Zeit später hat sich Kühlein mit dem Nachfolger von Balk, Wolfgang Völkers, verkracht. Dieser Streit führte zu der Abberufung beider Vorstände im September 2008 (siehe frühere Meldung).
Wie Balk auf Anfrage von portfolio institutionell mitteilte, konnten er und Kühlein im Sommer 2009 einen juristischen Teilerfolg erzielen. "Das von der Verka vor dem Landgericht erstrittene Urteil hatte keinen Bestand. Die Parteien haben im Sommer 2009 durch einen gerichtlichen Vergleich vor dem Kammergericht Berlin den Rechtsstreit beigelegt", sagte Balk. Nach Angaben des Landgerichts betrug die Summe 650.000 Euro.
Über seine Rolle bei dem Vergleich sagte Kühlein: "Auf Wunsch aller Beteiligten und insbesondere auch des Haftpflichtversicherers (D&O) habe ich mich einer abschließenden Vereinbarung angeschlossen. Die getroffene Vereinbarung beinhaltet im Hinblick auf meine Person keinerlei persönlich zu erbringenden finanziellen Schadenersatzleistungen."
Seine Amtszeit bei der Verka beschrieb Kühlein so: "Deutlich wird die Tatsache, dass ich das damalige Handeln nicht zu verantworten habe, unter anderem dadurch, dass der Aufsichtsrat der Verka im Jahre 2006, also lange nach Bekanntwerden der Vorfälle, meine Bestellung als Vorstandsmitglied verlängerte und auch die BaFin keinen Anlass gesehen hat, aufgrund der ihr bekannten Ereignisse die Erfüllung der Voraussetzungen des Paragrafen 7a VAG in meinem Fall zu verneinen." Nach seinem Ausscheiden habe ihm die Verka eine tadellose Amtsführung attestiert.
Marco Arteaga, Chef von Aon Jauch & Hübener Consulting, ergänzte: "Selbstverständlich war Aon über die Vorfälle bei der VERKA im Jahr 2002 informiert, jedoch besteht und bestand zu keiner Zeit Anlaß, am tadellosen Leumund von Bernd Kühlein zu zweifeln."
Wie portfolio institutionell weiter erfuhr, hat Manfred Moog nach nur wenigen Monaten das Unternehmen verlassen. Moog, vormals bAV-Vetriebsspezialist bei der Commerzbank, stieß im September 2009 zu dem Frankfurter Büro von Aon. Dort sollte er einen ähnlichen Job wie bei der Commerzbank machen (siehe frühere Meldung).
Neben Pensionsberatung ist Aon als Versicherungsmakler sowie Berater für Personalvergütung in Deutschland bekannt. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1.700 Mitarbeiter bundesweit.
portfolio institutionell newsflash 14.04.2010/jan/kbe/maa





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