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portfolio-institutionell.de
24.02.2010

EXKLUSIV: Investmentchef Torsten Köpke verlässt Towers Watson

Towers Watson ohne ihn

Towers Watson ohne ihn

Der Grund: Nicht er, sondern Nigel Cresswell von Towers Perrin, leitet die Investmentberatung der neuen Firma "Towers Watson". 

 

FRANKFURT - Die Fusion zwischen den Beratern Watson Wyatt Heissmann (WWH) und Towers Perrin hat ein prominentes Personalopfer gefordert. Wie portfolio institutionell erfuhr, hat Torsten Köpke, Chef der Investmentberatung bei WWH, gekündigt.

Der Grund: Nicht er, sondern Nigel Cresswell, wird das Investment-Consulting-Team von "Towers Watson" in Frankfurt führen. Bislang war Nigel Cresswell Chef der Investmentberatung bei Towers Perrin in München (siehe frühere Meldung).

Ein Sprecher von Towers Watson bestätigte Köpkes Abgang: "Im Zuge des Zusammenschlusses von Watson Wyatt Heissmann und Towers Perrin übernimmt Nigel Cresswell die Verantwortung für das Beratungsfeld Investment in Deutschland. Torsten Köpke wird das neue Unternehmen auf eigenen Wunsch im ersten Halbjahr 2010 verlassen."

Der Sprecher bestätigte zudem, dass Köpkes Büro für Investmentberatung in Frankfurt geschlossen wurde. Ob es in diesem Zusammenhang weitere Abgänge gegeben hat, wollte der Sprecher allerdings nicht kommentieren.

Köpke wurde im Sommer 2005 von Feri Institutional Advisors (FIA) abgeworben, um für Watson Wyatt das Büro in Frankfurt zu eröffnen. Mit ihm gingen zwei weitere FIA-Berater, Zeljko Tipuric und Jürgen Heiny.

Mehr als zwei Jahre später gingen dann Watson Wyatt und der Wiesbadener Pensionsberater Heissmann zusammen, und Köpke gewann sechs Mitarbeiter dazu. Tipuric und Heiny verließen allerdings das Unternehmen und gründeten ihr eigenes Beratungshaus (siehe frühere Meldung).

Wie erfolgreich Köpkes Beratungsteam war, ist schwer einzuschätzen. Vor der Fusion mit Heissmann sprachen Köpkes Kollegen davon, dass sie knapp vier Milliarden Euro an Assets von institutionellen Anlegern - vorwiegend Unternehmen - betreuten. In den Jahren danach machte WWH jedoch keine weiteren Angaben zu dem betreuten Vermögen.

Ein Konkurrent zu WWH und nun Towers Watson meinte: "Die Erwartungen, die ein angelsächsisches Unternehmen wie Watson Wyatt in Köpke gesteckt hatte, waren vielleicht zu groß. Bei den wichtigsten Pitches (für Beratungsmandate Anm. d. Red.) haben wir ihn nie gesehen." Köpke selbst war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Es ist allerdings auch nicht klar, wie erfolgreich unterdessen der neue Leiter Cresswell und sein Team gewesen sind. Der Towers Watson-Sprecher sagte auf Anfrage: "Da sich derzeit vieles bei uns im Fluss befindet, kann ich keine weiteren verbindlichen Informationen geben."

portfolio institutionell newsflash 24.02.2010/jan/maa

 
Jan F. Wagner
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