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Ausgabe 10/2017

Die Anlage der Betriebsrenten-Milliarden

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Asset Manager
09.10.2017

Fidelity berücksichtigt bei Gebührenmodell Investoreninteressen

Variables Modell mit Reduzierung der Basis-Fee. „Grundlegende Änderung“.

Investoren können prinzipiell zwischen zwei Gebührenmodellen wählen: einer fixen Fee sowie einer niedrigeren fixen Fee kombiniert mit einer Performance-Fee. Im Falle einer Underperformance ändert sich in beiden Fällen an der fixen Belastung für den Kunden nichts. Fidelity International hat nun angekündigt, bei seinen aktiv gemanagten Aktienfonds für Kunden weltweit ein neues Gebührenmodell einzuführen, das eine variable Managementgegühr umfasst. Dabei wird die bisherige jährliche Managementgebühr reduziert und um eine variable Managementgebühr ergänzt. Diese knüpft symmetrisch an die Wertentwicklung der Fonds an. Fidelity International schreibt hierzu in einer Pressemitteilung, von einer grundlegenden Änderung seiner Gebührenstruktur.

Die variable Managementgebühr stelle faktisch einen gleitenden Tarif dar. Risiko und Rendite werden in beide Richtungen geteilt – ein Mechanismus, der auch als „Fulcrum Fee“ bezeichnet werde. Dies heiße: Wenn die Fonds eine Outperformance nach Kosten erzielen, wird Fidelity an dem Mehrertrag beteiligt. Entwickelt sich die Anlage dagegen nur analog zur Benchmark oder schwächer, wird der Kunde unter der neuen Regelung mit geringeren Gebühren belastet als bisher. Dabei bewege sich der Gebührensatz innerhalb einer Bandbreite, die durch eine vorgegebene Höchstgrenze (Cap) und ein bestimmtes Mindestniveau (Floor) definiert sei. Wo Cap und Floor genau liegen, teilte Fidelity nicht mit. Einem erläuterndem Chart ist jedoch zu entnehmen, dass der Abstand von der aktuellen Management Fee nach oben zum Cap deutlich geringer ist als nach unten zur Floor Fee. Die „New Baseline Management Fee“ liegt damit unterhalb der „Current Management Fee“. Das neue Gebührenmodell werde zusätzlich zu dem bereits bestehenden Gebührenmodell eingeführt. Damit könne der Kunde künftig zwischen zwei Modellen wählen. 

Brian Conroy, President von Fidelity International, sagt: „Wir wollen mit der Neuregelung demonstrieren, dass wir bei unseren aktiv gemanagten Strategien unser Bestes geben. Daher werden wir dort keine fixe Gebühr mehr erheben, sondern werden entsprechend unserer Leistung für unsere Kunden entlohnt. Mit diesem Schritt wird unser Geschäftserfolg enger an die Wertentwicklung der Kundenportfolios verknüpft, und wir glauben, dass Anleger und Aufsichtsbehörden genau das von uns erwarten. Im Unterschied zu erfolgsabhängigen Gebührenregelungen bei anderen Anbietern zeichnet sich unser Modell dadurch aus, dass bei einer Underperformance die Gebührenbelastung für den Kunden verringert wird.“ 

Mifid II: CSA-RPA-Modell

In der Pressemitteilung informierte Fidelity International auch über die Position zu den Vorgaben der Mifid-II-Richtlinie in puncto Kostenausweis für externes Research. Hier hat Fidelity International sich in Bezug auf die Bezahlung von externem Research für das so genannte CSA-RPA-Modell entschieden. Damit fallen gemeinsam mit den Transaktionsgebühren belastete und separat ausgewiesene Kosten zugunsten eines Research Payment Account („CSA-RPA-Modell“) an. Die gleichzeitige Verringerung der Basis-Managementgebühr, so Fidelity International, „wird die aus externen Research-Leistungen resultierende Gebührenbelastung der Kunden mehr als kompensieren“.

portfolio institutionell 09.10.2017/Patrick Eisele

 
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