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26.01.2011

Fidelity erleidet Absatzeinbruch trotz positiver Aktienmärkte

Christian Wrede

Christian Wrede

Die Zuflüsse gehen 2010 um 82 Prozent auf 162 Millionen Euro zurück.

FRANKFURT - Trotz positiver Märkte verzeichnete der Aktienmanager Fidelity Deutschland im vergangenen Jahr einen erheblichen Einbruch beim Fondsabsatz. Wie Fidelity auf einer Pressekonferenz am Dienstag mitteilte, betrugen die Nettomittellzuflüsse 162 Millionen Euro in 2010 und damit 82 Prozent weniger als in 2009 (siehe auch frühere Meldung).

Fidelity führte den Einbruch hauptsächlich auf Abflüsse bei ihren europäischen Aktienfonds. Anleger hätten alleine zwischen Januar und November 333 Millionen Euro aus den Fonds abgezogen, so das Unternehmen. Per Saldo flossen 63 Millionen Euro aus allen Fidelity-Publikumsfonds ab (2009: +392 Millionen Euro). "Die Anleger in Deutschland haben ihr Risiko reduziert, was branchenweit zu Lasten von Aktienfonds ging", kommentierte Christian Wrede, Chef von Fidelity Deutschland.

Die Absatzbilanz von Fidelity 2010 wurde vom institutionellen Geschäft gerettet. Das Geschäft verzeichnete ein Absatzplus von 225 Millionen Euro (2009: 545 Millionen Euro), wovon drei Viertel auf Spezialfonds entfielen und ein Viertel auf Pensionslösungen wie Zeitwertkonten und Lebenszyklusfonds.

Die Gesellschaft gewann auch 15 neue Kunden dazu, sodass es für 71 Kunden in Deutschland Pensionslösungen und Spezialfonds verantwortet. "Knapp fünf Jahre nach dem Start unseres institutionellen Geschäfts haben wir uns als feste Größte etabliert", sagte Wrede. "Betriebliche Altersversorgung ist in Deutschland einer der größten noch verbliebenen Wachstumsmärkte, und Fidelity ist bestens aufgestellt, um von dieser Entwicklung zu profitieren."

Dank vor allem Wertzuwächsen stieg das verwaltete Vermögen von Fidelity Deutschland 2010 um 17 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Bezüglich der Depotbank FFB, die Fidelity 2009 von der BHF Bank erwarb, betrugen die Nettomittelzuflüsse 465 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Damit stieg das Vermögen unter Administration auf 16,6 Milliarden Euro.

Mit Blick auf 2011 sagte Wrede, Fidelity wolle im Privatkundengeschäft vor allem mit Asien- und Schwellenländerfonds wachsen. 2010 nahmen die Aktienfonds von Fidelity mit Schwerpunkt auf die Schwellenländer und Japan 166 Millionen Euro beziehungsweise 207 Millionen ein.

portfolio institutionell newsflash 26.01.2011/jan/pe

 
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