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portfolio-institutionell.de
12.05.2010

Fitch sieht europäische Asset Manager unter Druck

Fitch-Zentrale in New York

Fitch-Zentrale in New York

Finanzielle Stimuli werden auslaufen und die Regulierung wird verschärft.

FRANKFURT - Die wieder volatilere Finanzmärkte und anhaltende Unsicherheiten bezüglich der Weltkonjunktur werden europäische Asset Manager 2010 vor erhebliche Herausforderungen stellen. Zu diesem Schluss kommt die Rating-Agentur Fitch in einem Anfang Mai veröffentlichten Report.

Die europäische Fondsbranche habe 2009 stark von der zyklischen Erholung der Märkte profitiert. Das verwaltete Vermögen sei um 15,6 Prozent auf etwa sieben Billionen Euro gestiegen, nachdem es 2008 noch um 23 Prozent zurückgegangen war. Allerdings sind laut Fitch 80 Prozent der jüngsten Vermögenszuwächse auf die positive Performance der verwalteten Anlageinstrumente zurückzuführen, lediglich 20 Prozent basierten auf Nettomittelzuflüssen.

"Der wichtigste Antriebsfaktor für dieses Wachstum waren die unterstützenden finanziellen Rahmenbedingungen, die von den Regierungen und Zentralbanken geschaffen worden sind", hieß es in dem Bericht. Das Auslaufen dieser Stimuli und ein zunehmendes Risiko steigender Zinsen würden 2010 aller Voraussicht nach sowohl die Performance als auch die Mittelzuflüsse der Asset Manager belasten.

Auch die Unsicherheiten im Zusammenhang mit den Umsetzungen von Ucits IV und der AIFM-Richtlinie könnten sich negativ auf die Branche auswirken.

Geringere Mittelzuflüsse, ein zunehmender Druck auf die Gebühren, abnehmende Kostensenkungsspielräume und möglicherweise steigende Kosten für die Regulierung könnten nach Ansicht der Fitch-Analysten dazu führen, dass insbesondere finanzschwächere Asset Manager stark unter einem neuerlichen Rückschlag an den Finanzmärkten zu leiden hätten.

Nach Meinung von Fitch lässt das Verhalten der Anleger kaum Schlüsse auf die künftige Entwicklung der Branche zu. Die jüngsten Investitionen konzentrierten sich stark auf riskantere Anlageinstrumente wie Aktien, Unternehmens- oder Schwellenländeranleihen, seien aber offenbar in erster Linie aus taktischen und opportunistischen Überlegungen heraus getätigt worden und daher kein Indikator für strukturelle Veränderungen der Asset Allocation.

"Hieraus folgt unmittelbar, dass sich die Investment-Manager nicht wirklich auf die Stabilität der Mittelzuflüsse in Produkte mit höheren Gewinnmargen verlassen können", so das Fazit der Fitch-Analysten.

portfolio institutionell newsflash 12.05.2010/rko/jan

 
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