Insbesondere im Back-Office wird laut einer neuen Studie gespart.
BAD HOMBURG (Taunus) - Die Finanzkrise mag vorbei sein, aber dies hat sich noch nicht positiv auf alle Gehälter in der Investmentbranche ausgewirkt. Zu diesem Fazit kommt eine neue Studie des Bad Homburger Personalberaters MJ Consult.
So beobachte man einen unterschiedlichen Gehaltstrend in den "Top zehn Prozent" im Vertrieb sowie Portfoliomanagement und den "Durchschnitt-Performern" aus weniger gefragten Segmenten des Asset Managements. "Insbesondere im Middle- und Back-Office-Bereich gilt weiterhin die Devise der Kostensenkung mit dort zähen Gehaltsbewegungen", hieß es in der Studie.
Wie aus der Studie weiter hervorgeht, gehören Senior Portfolio Manager für diverse Asset-Klassen mit einem Verdienst von durchschnittlich 175.000 Euro jährlich zu den Top-Verdienern der Branche. Im ersten Quartal lagen die Spitzengehälter für diese Gruppe bei 218.000 Euro.
Im Gegensatz zu 2009 machte MJ Consult allerdings keine Angaben zu den Gehälter eines "Leiter Portfoliomanagement". Damals hatte der Personalberater ausgerechnet, dass dieser bis zu 400.000 Euro verdient (siehe frühere Meldung).
An zweiter Stelle des Gehaltsrankings in der diesjährigen Studie rangieren nicht Vertriebsspezialisten, sondern Research-Profis für Anleihen. Für sie wies MJ Consult einen Durchschnittsverdienst von 118.000 Euro jährlich aus. Das Top-Gehalt lag im ersten Quartal bei 155.000 Euro.
Für Vertriebsspezialisten hingegen wurde ein durchschnittlicher Verdienst von 102.000 Euro und ein Top-Verdienst im ersten Quartal von 137.000 Euro ausgewiesen. Auf Platz vier und fünf landen Produktmanager und Risikomanager mit einem jeweiligen Durchschnittsgehalt von 97.000 und 85.000 Euro jährlich.
Weitere Erkenntnisse der Studie: Asset Manager suchen händeringend nach hochrangigen Vertriebsspezialisten für den institutionellen Markt. Auch seien Portfoliomanager mit Expertise für die Schwellenländer und "benchmarkfreie Mischfondskonzepte" zurzeit sehr gefragt. Derweil kämpfe der Retail-Fondsmarkt weiterhin mit dem Wettbewerb und Absatzerfolg passiver Produkte wie Indexfonds (ETF), so der Personalberater weiter.
portfolio institutionell newsflash 08.09.2010/jan/kbe





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