KÖLN - Die Generali Deutschland Gruppe tritt nun auch mit einem eigenen Gruppen-CTA an. Der Generali Treuhand e.V. nahm am 18. November als konzerneigene Treuhandeinrichtung seine Arbeit auf.
Mit dem neu geschaffenen Contractual Trust Arrangement (CTA) können Versorgungsverpflichtungen von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern aus betrieblicher Altersversorgung oder Zeitwertkonten ausfinanziert und gleichzeitig gegen Insolvenz gesichert werden. Den Vorstand des Generali Treuhand e.V. bilden Michael Stille (Vorsitzender), Heinz-Peter Clodius und Ingo vom Feld. Sitz des Vereins ist Köln.
Als überbetriebliches Gruppen-CTA stellt der Generali Treuhand e.V. standardisierte Verwaltungsstrukturen und Dienstleistungen für Unternehmen in einer gemeinsamen Treuhandeinrichtung zur Verfügung. "Im Fokus der Geschäftstätigkeit steht die insolvenzgesicherte Vorsorge auf betrieblicher Ebene für ausfinanzierte Freistellungszeiten sowie für Versorgungsleistungen nach Renteneintritt", sagt Michael Stille.
Der Generali Treuhand e.V. richtet sich in erster Linie an mittelständische Unternehmen, aber auch an Großunternehmen mit einem eigenen CTA, die bei gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierungen oder bei Betriebsübergängen zur Wahrung der Insolvenzfestigkeit und "Plan-Asset-Fähigkeit" der Gesamtkonstruktion nach einer gleichwertigen Sicherung suchen. "Fronting-Stelle" des Generali Treuhand e.V. zur Erfüllung der erforderlichen Abwicklungstätigkeiten ist die Generali Sicherungs-Management GmbH (SiMa).
Als Tochterunternehmen der Generali Deutschland Holding AG ist sie unter anderem das Kompetenzcenter für das Sicherungsmanagement und die Insolvenzsicherung von Wertguthaben aus Zeitwertkonten und Altersteilzeit innerhalb der Generali Deutschland Gruppe.
In der jüngeren Vergangenheit haben mehrere Versicherer und Investmentgesellschaften eigene Treuhandlösungen installiert. Allianz Global Investors Deutschland (AGI) und die Allianz Lebensversicherung gründeten bereits im Februar 2008 die gemeinsame Tochter Allianz Treuhand GmbH mit Sitz in Stuttgart.
Auch die BHF-Bank hatte sich schon vor einigen Jahren diesem Thema gewidmet und eine eigene Gruppentreuhand gegründet, die unter anderem von den Experten der Fondsgesellschaft Frankfurt Trust mit vermarktet wird. Fidelity besitzt ebenfalls eine eigene Lösung.
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