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11.05.2011

Gothaer-Umfrage: bAV stagniert in Deutschland

Davon ist Deutschland noch weit entfernt

Davon ist Deutschland noch weit entfernt

91,4 Prozent der Befragten wollen keinen neuen bAV-Vertrag abschließen.

KÖLN - In der betrieblichen Altersversorgung (bAV) stagnieren die Neuabschlüsse. Zu dieser Feststellung gelangte eine Studie aus der Reihe "FTD - Executive Research", die im Auftrag der Gothaer Lebensversicherung angefertigt wurde und den Titel trägt "bAV - die unbekannte Größe". Sie untersuchte die Gründe für die Zurückhaltung.

91,4 Prozent der Befragten planen aktuell nicht, einen neuen bAV-Vertrag abzuschließen oder einen bestehenden aufzustocken. Insgesamt investieren 62 Prozent der Beschäftigten in Deutschland in eine betriebliche Altersversorgung. Die 14- bis 39-Jährigen haben mit 57 Prozent den geringsten bAV-Anteil, obwohl deren Rentenlücke mit 445 Euro im Durchschnitt besonders hoch sein wird. Bei der Durchdringung stellt das Handwerk mit 50,7 Prozent das Schlusslicht da, die Industrie steht mit 71,8 Prozent an der Spitze.

Ein fehlendes bAV-Angebot seitens des Arbeitgebers, zu hohe Kosten oder eine bereits ausreichende Vorsorge sind die Hauptgründe für Arbeitnehmer, nicht aktiv zu werden. Hinzu kommen große Wissenslücken. Trotz gesetzlicher Pflicht bieten viele Unternehmen ihren Arbeitnehmern gar keine bAV an. Das gilt für 45 Prozent der Betriebe im Osten und für 36 Prozent der Dienstleistungsbetriebe. Auf konkrete Nachfrage der Arbeitnehmer haben nur 30 Prozent der Unternehmen eine bAV vorrätig, zehn Prozent der Betriebe wollen prinzipiell keine bAV anbieten.

_Besserverdiender betrachten die bAV als nicht nötig

Viele Arbeitnehmer, vor allem die Besserverdienenden (40 Prozent), halten sich für ausreichend versorgt, wenn sie in Rente gehen, so dass ihnen eine bAV nicht nötig erscheint. Oft scheitert der Abschluss auch am finanziellen Aufwand. So würden 86 Prozent der Arbeitnehmer eine bAV abschließen, wenn sich der Arbeitgeber an den Kosten beteiligt.

Außerdem besteht nach wie vor viel Unkenntnis. So wissen nur 40 Prozent der 14- bis 39-Jährigen, dass die bAV bei einer Unternehmensinsolvenz gesichert ist, 45 Prozent sind sich bei der Portabilität unsicher und nur jeder Dritte kennt sein Recht auf Entgeltumwandlung. Besonders große Wissensdefizite gibt es unter Mitarbeitern von Kleinbetrieben mit weniger als 100 Arbeitnehmern.

portfolio institutionell newsflash 11.05.2011/kmo/jan

 
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