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13.07.2011

Griechische Bonds machen 1,3 Prozent der Anleihen-Spezialfonds aus

Unter den Peripherie-Ländern hat Italien mit 12,7 Prozent den größten Anteil.

FRANKFURT - Deutsche Banken sollen griechische Staatsanleihen im Volumen von bis zu 28,5 Milliarden Euro halten. Doch wie viel griechische Bonds liegen eigentlich in deutschen Anleihen-Spezialfonds? Die Antwort: 2,28 Milliarden Euro und damit 1,2 Prozent des Gesamtvolumens von 179,7 Milliarden Euro. Dies geht aus einer aktuellen Statistik der Bundesbank hervor.

Diese Zahl auf die weiteren Emittenten der Peripherieländer aufgeschlüsselt, ergibt für Irland 2,4, für Italien 22,8, für Portugal 1,5 und für Spanien 7,5 Milliarden Euro. Das gesamte Spezialfondsvolumen in Deutschland beträgt 730 Milliarden Euro.

Eine Aufschlüsselung der Spezialfonds nach Asset-Klassen zeigt auch eine aktuelle Studie der Ratingagentur Telos und des Beraters Kommalpha. Hier wurden 170 Investoren mit einem Vermögen von 340 Milliarden Euro befragt.  Von diesem sind etwa 150 Milliarden Euro in Spezialfonds angelegt.

_Die Popularität von Mischfondsmandaten nimmt ab

Ein interessantes Ergebnis ist, dass 34 Prozent der Anleger angaben, Spezialfondsmandate als gemischte Mandate aufgelegt zu haben. In der Vorjahresstudie waren es dagegen noch 46 Prozent. „Der hohe Wert von 46 Prozent aus dem Vorjahr ist auf die Verunsicherung der institutionellen Anlegerschaft zurückzuführen, nicht einseitig in einer Asset-Klasse investiert sein zu wollen“, so die Autoren der Studie.

Vergleichbare Rückgänge gab es auch bei Rentenfonds und Aktienfonds zu verzeichnen. Bei Ersteren fiel der Anteil von 36 Prozent im Jahr 2009 auf aktuell 25 Prozent, bei den Aktienfonds von 32 auf 21 Prozent.

Noch weniger erfreulich lesen sich die Umfrageergebnisse für Immobilienmanager. Nur noch 13 Prozent der Anleger verfügen über einen oder mehrere reine Immobilienfonds. 2009 gaben noch 29 Prozent an, in Immobilienfonds investiert zu sein. Telos und Kommalpha sprechen von einem „enormen Vertrauensverlust“ für diese Asset-Klasse. Insgesamt lässt sich aus den Umfrageergebnissen eine starke Konzentration der Portfolios ableiten.

Wie aus der Studie weiter hervorgeht, wollen zwei Drittel der Investoren 2011 keine neuen Spezialfondsmandate auflegen. Trotzdem können sich Manager Hoffnung auf institutionelle Zuflüsse machen: Jeder zweite Teilnehmer bezeichnete Publikumsfonds als „wichtig“ bis „sehr wichtig“. Im Vorjahr waren es nur 32 Prozent.

portfolio institutionell newsflash 13.07.2011/pe/jan

 
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