HAMBURG - Die Hamburger Pensionskasse (HPK) hat trotz der Finanzkrise in den Jahren 2008 und 2009 ihre Nettoverzinsung stabil halten können. Dies sagte HPK-Vorstand Hans Stapelfeldt auf Anfrage von portfolio institutionell.
Für 2008 und 2009 wies die HPK eine Verzinsung von 4,2 bzw. 4,3 Prozent aus, sagte Stapelfeldt. Im Jahr 2007 erzielte die Kasse 4,4 Prozent. Zu der Anlagestrategie der HPK wollte sich der Kapitalanlagechef allerdings nicht äußern.
Als die HPK ihr Anlageergebnis für 2007 - ähnlich wie für die zwei folgenden Jahre - verkündete, hieß es damals: "Aufgrund der breiten Streuung der Engagements und der grundsätzlich konservativen Ausrichtung der Kapitalanlage wurden die geplanten Ergebnisse leicht überschritten." Weitere Details will die Kasse nicht nennen.
Die HPK ist eine von fünf Kassen, die von der Hamburger Pensionsverwaltung (HPV) geführt wird. Sie macht rund Dreiviertel des gesamten Kassenvermögens von fünf Milliarden Euro aus.
Wie die HPV mitteilte, gewann sie 2009 mehr als 80 neue Trägerunternehmen, auch für die HPK. Zu den Firmen zählen der Arzneimittel-Hersteller Ratiopharm sowie die Industriefirmen Nagel-Gruppe, VBH und Bombardier. Damit hat die HPV nun über 2.000 Trägerunternehmen und rund 666.000 Mitglieder.
Die HPK selbst hatte Ende 2008 rund 552.000 Anwärter und 36.000 Rentner. Ihre Verwaltungskosten betrugen 1,2 Prozent und lagen damit wesentlich unterhalb des Durchschnitts von 13,5 Prozent für die Lebensversicherungsbranche, darunter alle Pensionskassen.
Der Garantiezins für die Branche beträgt 2,25 Prozent für Neuverträge. Im Jahr 2004 schaffte die HPK diese Versprechung für ihren wichtigsten Tarif in der Anwartschaftsphase ab. "Die Lösung ist gut für unsere Arbeitgeber, da sie kein Geld nachschießen müssen, sollte die Pensionskasse ihre versprochene Kapitalverzinsung nicht erzielen", sagte seinerzeit Stapelfeldt.
portfolio institutionell newsflash 27.01.2010/jan/kbe





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