Abschreibungen auf Immobilienspezialfonds drücken die Rendite für 2009.
WIESBADEN - Das Apothekerversorgungswerk Hessen (AVWH) hat im Jahr 2009 etwas weniger verdient als im Vorjahr, was zum Teil an Abschreibungen bei seinen Immobilienspezialfonds lag.
Wie aus dem aktuellen Geschäftsbericht hervorgeht, erzielte das Versorgungswerk (Anlagevolumen: knapp 1,1 Milliarden Euro) 2009 eine Bruttorendite von 4,3 Prozent und damit 0,11 Prozentpunkte weniger als 2008 (siehe auch frühere Meldung).
Der ausdrückliche Grund für die niedrige Rendite wurde nicht genannt. Allerdings erwähnte das AVWH, dass es bei drei seiner sechs Immobilienspezialfonds Abschreibungen vornehmen musste. Zu den Produkten zählten der "Oppenheim Euro International Fonds", der "Warburg-Henderson Pan Europa Fonds Nr. 3" und der "III European Property Fonds".
Dafür gab es eine Zuschreibung seitens des "Invesco European Hotel Real Estate Fund", hieß es weiter. Das Versorgungswerk hatte Ende vergangenen Jahres 76,8 Millionen Euro, also rund sieben Prozent des Vermögens, in internationale Spezialfonds angelegt.
Derweil wurde ein UBS-Mischfonds wegen schwacher Performance aufgelöst. Der Auflösungsgewinn betrug 729.000 Euro. Die weiteren Mischfonds sind der "DEVIF Fonds Nr. 16" der Union Investment, "Invesco Fonds Nr. 121", sowie der "FT-HVW Fonds" der Frankfurt Trust. Der "INKA VAP Fonds" ist ein reiner Rentenfonds. In den vier Fonds sind 39 Prozent des AVWH-Vermögens investiert.
Auch die Festgeldanlagen des Versorgungswerks trugen zum leichten Rückgang bei der Bruttorendite bei. Die Anlagen, die etwa drei Prozent des Gesamtvermögens ausmachen, erzielten 2009 nur ein Prozent nach 4,2 Prozent im Vorjahr.
Das AVWH verzeichnete 5.328 Mitglieder und 1.397 Leistungsempfänger Ende 2009. Es sammelte 39,4 Millionen Euro an Beiträgen ein und zahlte 18,8 Millionen Euro an Renten aus.
portfolio institutionell newsflash 25.08.2010/jan/gor





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