ESSEN - Der Hochtief Pension Trust e.V. (HPT) will seine kompletten Anteile an Hochtief-Aktien - rund drei Prozent des gesamten Aktienkapitals des Bauunternehmens - bis Ende Juni veräußern. Dies teilte die 753 Millionen Euro schwere Pensionseinrichtung in Essen mit.
"Die Veräußerung wird durch eine von dem HPT mandatierte Bank durchgeführt. Die Veräußerung der Aktien wird kursschonend und ausschließlich über die Börse erfolgen", erklärte HPT.
HPT hatte im Herbst 2008, als die Finanzkrise tobte, erklärt, man werde bis zu fünf Prozent des Aktienkapitals von Hochtief erwerben. Damals stand der Aktienkurs knapp über 20 Euro. Inzwischen ist der Kurs über 50 Euro gesprungen, und HPT, eigentlich ein Contractual Trust Arrangement und kein Pensionsfonds, will Kasse machen.
Laut dem letzten Geschäftsbericht war HPT Ende 2008 zu 41 Prozent seines Vermögens in Aktien investiert. Der Hochtief-Anteil betrug 16 Prozent. Weitere 27 Prozent waren in festverzinslichen Papieren sowie sechs Prozent in Versicherungen angelegt. Der Baranteil lag bei 24 Prozent.
Wegen dem Aktiencrash vor zwei Jahren ging HPT von einer Überdeckung (111 Prozent der Verpflichtungen Ende 2007) zu einer leichten Unterdeckung (96 Prozent Ende 2008) über.
Die erwartete Rendite des Planvermögens für 2008 lag für die inländischen Pläne bei 4,6 Prozent und für die ausländischen Pläne bei acht Prozent. Das Planvermögen in Höhe von 753 Millionen teilt sich wie folgt auf: 602 Millionen entfallen auf Deutschland und 151 Millionen Euro auf das Ausland.
Das Bauunternehmen Hochtief beschäftigte Ende September 2009 65.870 Mitarbeiter, davon rund 20 Prozent in Deutscland.
portfolio institutionell newsflash 24.02.2010/jan/kbe





Deutsche Bank / Realtime Indikation

