DÜSSELDORF - HSBC Inka hat seit Beginn 2010 das administrierte Fondsvolumen um sechs auf 70 Milliarden Euro gesteigert. Das Volumen enthält auch Gelder von Masterfonds. Dies teilte das Unternehmen in Düsseldorf mit.
Außerdem hat sich die sogenannte "Schattenbuchhaltung für Direktbestände" 2010 mit bislang 30 Milliarden Euro sogar verdoppelt. Letztere wurde von Masterfonds-Anbietern wie HSBC Inka schon vor Jahren als Wachstumsfeld identifiziert. Offenbar erweist sich diese Geschäftsidee nun doch nicht als Rohrkrepierer, sondern vielmehr als Spätzünder. Zu den integrierten Direktbeständen zählen auch Alternatives, wobei hier die Durchschau noch eine große Herausforderung darstellt.
Das Wachstum dürfte teilweise auf einer Applikation für ein interaktives Reporting beruhen, die bislang in den RFPs angekündigt wurde und mittlerweile live gegangen ist. Somit dürften auch die kommenden Monate für die Inka recht erfolgreich verlaufen. "Nach dem statischen E-Reporting erfolgt nun mit dem interaktiven Reporting der zweite Quantensprung für das Berichtswesen", sagte HSBC-Inka-Geschäftsführer Alexander Poppe.
In der neuen Anwendungsmöglichkeit sieht er einen Vorsprung vor den Wettbewerbern. Die Entwicklung der neuen Applikation wurde im Mai 2009 begonnen, als die HSBC Inka unter dem Eindruck der damals im Wochenrhythmus wechselnden Kundenanfragen zu Island, Banken, Kontrahenten, Corporates oder den Piigs-Staaten stand. "Statt sich wie bislang aus umfangreichen Reporting-Listen eine gewünschte Ad-hoc-Information herauszufiltern oder sich an KAG oder Custodian zu wenden, steht dem Investor nun zusätzlich eine Suchmaschine zur Verfügung", ergänzte Poppe.
Universal-Investment, Deutschlands größter Fondsadministrator, teilte derweil mit, dass Kunden seit 2005 ein E-Reporting-Portal zur Verfügung steht, das neben dem automatisierten Reporting-Versand auch ad hoc spezielle Anfragen und Analysen erlaubt.
Uwe Trautmann, Geschäftsführer der Helaba-Invest, die im Markt als Erfinder des E-Reportings gilt, sagte: "Bei Testkunden ist unsere neue Anwendung ‚eReporting Next Generation 2.0‛ bereits im Einsatz. Bis Ende November sollen alle Kunden von einem Menü profitieren, das noch anwenderfreundlicher und individualisierbarer ist." Die Helaba-Invest administriert derzeit innerhalb von Fonds 65 Milliarden Euro, davon 61 Milliarden Euro in Spezialfonds. Hinzu kommen jeweils zehn Milliarden Euro Direktbestände und Overlay-Gelder.
portfolio institutionell newsflash 15.09.2010/jan/rko





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