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02.03.2011

I-Shares: ETF verhelfen Family Offices zu hohen Renditen

Claus Hecher, IShares

Claus Hecher, IShares

Die Renditen für 2010 und 2009 liegen bei 7,4 Prozent bzw. 7,8 Prozent.

MÜNCHEN - Auch mit Hilfe von börsennotierten Indexfonds (ETF) haben deutsche Family Offices in den beiden vergangenen Jahren ordentliche Renditen erzielt. Wie aus einer neuen Studie des ETF-Anbieters I-Shares hervorgeht, betrug die Brutto-Zielrendite der Offices, also die Ertragserwartung nach Kosten und vor Steuern, durchschnittlich 7,4 Prozent für 2010 und 7,8 Prozent für 2009.

Um die Renditevorgaben zu erfüllen, setzten die Vermögensverwalter insbesondere auf Immobilien und alternative Anlagen wie Hedgefonds, Private Equity und Rohstoffe. Der Studie zufolge stammen rund ein Viertel des Vermögens aus passiven Anlagen - ETF spielen hier eine entscheidende Rolle. "Die Frage aktives Management oder passive Produkte stellt sich für Family Offices nicht. Vielmehr nutzen sie ETF und andere passive Instrumente intensiv, um ihre anspruchsvollen Renditeziele zu erfüllen", sagte Claus Hecher, Vertriebschef von I-Shares in Deutschland, Österreich und Osteuropa.

Beispielsweise gaben mehr als sechs von zehn Befragten Häusern an, ETF auf Emerging Markets zu nutzen, und knapp ein Viertel investiert in ETF auf hochverzinsliche Unternehmensanleihen. Für die Studie wurden 130 deutsche Family Offices im vergangenen Herbst befragt.

Obwohl das Gesamtvermögen der untersuchten Offices nicht angegeben wurde, wurde ein Durchschnitt für die teilnehmenden Offices errechnet. Demnach verwalten sie rund eine Milliarde Euro. Single-Family-Offices, also Vermögensverwalter für nur eine Familie, betreuen rund 600 Millionen Euro im Schnitt. Family Offices, die entweder für mehrere Familien unterwegs sind oder zu Banken gehören, managen ein durchschnittliches Vermögen von 1,3 Milliarden Euro beziehungsweise 1,6 Milliarden Euro.

Eine weitere wichtige Erkenntnis: Während Single-Family-Offices größere Positionen in Immobilien und Alternatives halten, investieren die Vermögensverwalter von Banken stärker in den Rentenmarkt.

I-Shares, eine Tochter des US-Asset Managers Black Rock, ist der größte Anbieter von ETF in Europa mit einem verwalteten Vermögen von mehr als 74 Milliarden Euro (siehe auch frühere Meldung).

portfolio institutionell newsflash 02.03.2011/jan/gcu

 
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