Strategien
11.06.2018

Investoren bauen Aktienquoten aus

Allerdings unterdurchschnittlich zu anderen Asset-Klassen und unterhalb des Vorkrisenniveaus. Höchste Aktienquote bei Corporates.

Seit der Finanzkrise wurden in der Niedrigzinsphase zwar (direkte) Rentenanlage zurückgefahren und Aktieninvestments ausgebaut, noch immer aber haben viele Investoren ihr Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht. Nicht einmal jeder sechste von insgesamt fast 250 untersuchten Investoren weist eine Aktienquote von mindestens 25 Prozent aus. Pensionskassen in Österreich haben zum Beispiel rund ein Drittel ihrer Mittel in Aktien investiert. Im internationalen Vergleich sind die Aktienquoten deutscher institutioneller Investoren damit weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Dies ergab eine Untersuchung der Gesellschaft für Analyse und Consulting, GAC. Die GAC untersucht nach eigenen Angaben seit 2014 systematisch die institutionelle Investorenlandschaft in Deutschland. Die Daten wurden bei Corporates und Versicherungen zum Jahresende 2017 und bei den weiteren Anlegergruppen zum Jahresende 2016 erfasst.

Wie aus der Analyse hervorgeht, haben Versicherungsunternehmen weiterhin eine geringe Quote von rund fünf Prozent. Das ist zwar fast doppelt so viel wie noch 2011, liegt aber deutlich unter dem Niveau von 2006/07. Mehr als jedes vierte Lebensversicherungsunternehmen ist überhaupt nicht in Aktien investiert (Quote <ein Prozent). Nicht einmal jede zehnte Versicherung hat eine Quote von zehn Prozent und mehr.

Dagegen kommen Corporates, die keinerlei Anlagebeschränkungen unterliegen, auf die höchste Aktiengewichtung. Hier liegt das Exposure laut GAC seit Jahren zwischen 20 und 25 Prozent, betrug vor der Finanzkrise im Schnitt aber deutlich über 30 Prozent. Corporates mit einer Aktiengewichtung von unter zehn Prozent seien die Ausnahme.

Deutlich ausgebaut haben Versorgungswerke ihre Aktieninvestments auf durchschnittlich über 15 und auch Betriebs-Pensionskassen auf rund zehn Prozent ihrer Gesamtanlagen. Zahlreiche Versorgungswerke aber auch Stiftungen sowie kommunale und kirchliche Einrichtungen haben ein Aktien-Exposure von mindestens 20 Prozent. Betriebs-Pensionskassen weisen meist eine Quote zwischen fünf und 15 Prozent aus. 

portfolio institutionell 11.06.2018/Patrick Eisele 

 

 
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