Bis 2012 will der Bildungsfonds-Anbieter noch 30 Millionen Euro einsammeln.
VALLENDAR (Rhein) - Brain Capital, ein Anbieter von Bildungsfonds, hat bisher 25 Millionen Euro von Investoren eingesammelt, womit er 400 Studenten an Hochschulen fördert. Das teilte das Unternehmen in Vallendar bei Koblenz mit.
Brain Capital wurde 2005 von ehemaligen Studenten, darunter Geschäftsführer Marco Vietor, der WHU Otto Beisheim School of Management gegründet. Ziel ist es, ausgewählten Studenten bei ihren Gebühren und Kosten finanziell zu unterstützen. Bis 2012 will der Fondsanbieter weitere 400 Studenten fördern und braucht dafür noch 30 Millionen Euro an frischem Kapital.
Nach ihrem Abschluss verpflichten sich die Studenten zu einkommensabhängigen Zahlungen an den Bildungsfonds. Ein Beispiel: Ein Absolvent zahlt zehn Jahre lang jeweils 7,5 Prozent seines Bruttoeinkommens an den Fonds zurück. Voraussetzung ist jedoch, dass der Student mindestens 30.000 Euro pro Jahr verdient. Laut Brain Capital leisten bereits 150 Absolventen Rückzahlungen.
Zu den Investoren von Brain Capital gehören rund einhundert Privatanleger sowie zwei bekannte Institutionen, die Rheinische Versorgungskasse und das Versorgungswerk der Wirtschaftsprüfer in Nordrhein-Westfalen (WPV). Hans Wilhelm Korfmacher, Geschäftsführer des WPV, ist zudem im Beirat von Brain Capital. Weitere Beiratsmitglieder sind Hartmut Leser, Chef von Aberdeen Asset Managers in Deutschland, Gerhard Klimm, Senior Vice President bei der Landesbank Baden-Württemberg sowie Markus Rudolf, Professor für Finanzwirtschaft an der WHU.
Für seine Investoren bietet Brain Capital eigenen Angaben zufolge eine jährliche Rendite zwischen sechs und acht Prozent. "Die Diversifikationseigenschaften der Anlage sind interessant und ein hoher Inflationsschutz ist gegeben. Neben der Erzielung einer ökonomischen Rendite erfüllt eine Investition alle Kriterien eines nachhaltigen Investments", so das Unternehmen.
Die Mindestanlage für eine Privatperson beträgt 25.000 Euro, und das Kapital ist für durchschnittlich zehn Jahre gebunden. Die Verwaltungskosten betragen zwei Prozent jährlich, zuzüglich einer Pauschale von 0,2 Prozent. 500.000 Euro ist hingegen die Mindestanlagesumme für den institutionellen Investor, die jährliche Verwaltungsgebühr beträgt 1,2 Prozent.
portfolio institutionell newsflash 03.11.2010/jan/gcu




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