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Ausgabe 10/2017

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Immobilien
13.11.2017

IVD: langsamerer Mietpreisanstieg

Manche Metropolen stagnieren. Nur moderates Mietwachstum bei Neubauten.

Das Mietpreiswachstum in Deutschland verlangsamt sich gegenüber dem Mietpreiswachstum der vergangenen Jahre. So sind die Neuvertragsmieten für Wohnungen in allen Wohnwertklassen sowie fast allen Städtegrößen langsamer gestiegen als 2016. Dies teilte der IVD als das zentrale Ergebnis seines Wohnpreisspiegels 2016/2017 in einer Pressemitteilung mit. Der IVD ist die Berufsorganisation und Interessensvertretung der Beratungs- und Dienstleistungsberufe in der Immobilienwirtschaft.

Laut dem Wohnpreisspiegel stagnierten selbst in Metropolen wie Frankfurt am Main, Stuttgart oder Düsseldorf die Mieten. Im Deutschland-Durchschnitt zahle man für eine Wohnung mit mittlerem Wohnwert, die nach 1949 errichtet wurde, eine Nettokaltmiete von 6,28 Euro pro Quadratmeter. Das entspreche einem Anstieg von lediglich 2,35 Prozent (2015/2016: 3,43 Prozent). Darüber hinaus verzeichneten auch die Mieten von Neubauwohnungen nur einen moderaten Anstieg. „Der in Deutschland zu verzeichnende Neubau zeigt Wirkung. Mehr Wohnungen entlasten die Märkte und sind der beste Schutz vor starken Mietanstiegen“, lässt sich Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbandes IVD, zitieren.

Fast überall steigen Mieten langsamer

Der Mietanstieg sei in fast allen Städteklassen auf breiter Front abgeebbt. So falle in den Metropolen das Plus bei Wohnungen mit mittlerem Wohnwert mit 2,92 Prozent deutlich weniger kräftig aus als noch 2016 (3,28 Prozent). Bereits im Vorjahr war ein leichter Rückgang des Mietpreiswachstums zu verzeichnen gewesen. In Frankfurt am Main, Stuttgart und Düsseldorf blieben die Mieten zum Vorjahr sogar konstant und veränderten sich nicht. In Düsseldorf stagnierten sie damit zum zweiten Mal in Folge. Die Mieten in Hamburg verlangsamten sich ebenfalls und stiegen um 2,1 Prozent (2016: 3,78 Prozent). Auch in München verlangsamte sich das Mietpreiswachstum. Die Mieten stiegen um 1,6 Prozent (2016: 2,38 Prozent). In Berlin sind weiterhin Nachholeffekte zu beobachten. Die Mieten stiegen um 6,1 Prozent. Trotz des Mietwachstums liege Berlin mit einer Durchschnittsmiete von 8,75 Euro/qm immer noch deutlich unter den Werten von Hamburg (9,80 Euro/qm), Frankfurt (10.00 Euro) und München (13,10 Euro).

Sehr deutlich haben sich Mieten in Großstädten mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern verlangsamt. Sie sind mit einem Plus von 2,31 Prozent deutlich weniger stark gestiegen als im Vorjahr (4,44 Prozent). In Kleinstädten mit weniger als 30.000 Einwohnern stagnierten die Mieten 2017 nahezu. Lediglich um 0,79 Prozent legten die Mietpreise dort zu. „Nachdem in dieser Städteklasse in den Vorjahren noch ein deutlicher Nachholeffekt zu verzeichnen war, ist dieser Trend offenbar erst einmal gestoppt", so Schick. Ausnahme sind Mittelstädte mit 50.000 bis 100.000 Einwohnern. In diesen Städten legten die Mieten mit 3,85 Prozent leicht stärker zu als im Vorjahreszeitraum (3,44 Prozent). Bei Wohnungen mit gutem Wohnwert fällt das Nachlassen der Preisdynamik in den Metropolen sogar noch deutlicher aus. Bis auf mittelgroße Städte hat sich in allen Städteklassen das Mietwachstum verlangsamt.

portfolio institutionell 13.11.2017/Patrick Eisele

 
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