KÖLN/BERLIN - Die jüdische Gemeinde in Berlin hat zusammen mit der Kölner Pensionskasse (KPK) die erste Zusatzversorgungskasse für die jüdische Gemeinschaft in Deutschland gegründet.
Wie die KPK mitteilte, richtet sich das "Jüdische Versorgungswerk" an Angestellte jüdischer Gemeinden in Deutschland sowie freiberufliche Gemeindemitglieder. Vorstände der Einrichtung sind Jochen Palenker, Finanzdezernent der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und Rabbiner Walter Homolka, Rektor an der Universität Potsdam.
Angestellten wird eine Entgeltumwandlung angeboten, bei der man vier Prozent des Bruttogehalts steuer- und abgabenfrei an die Kasse abführen kann. Für freie Mitarbeiter gibt es eine steuerbegünstigte "Rürup-Rente". Mit dem "Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk" hat das Jüdische Versorgungswerk bereits seine erste Gemeinde akquiriert.
Laut der KPK, die die Ersparnisse der Kasse verwaltet, gibt es 108 jüdische Gemeinden in Deutschland. Die Anzahl der Mitarbeiter schwanke zwischen einem und mehreren Dutzend.
Die KPK wurde 2002 als überbetriebliche Einrichtung gegründet. Sie versichert heute mehr als 20.000 Beschäftigte und versorgt 622 Rentner. Die Kapitalanlagen sind inzwischen auf 136 Millionen Euro gestiegen, und die Nettoverzinsung lag für 2009 bei 4,13 Prozent.
Die Rendite für 2009 wurde mit dem folgenden Portfolio erwirtschaftet: festverzinsliche Papiere (67 Prozent des Anlagevolumens), Aktien und andere Investmentanteile wie Immobilienfonds (27 Prozent), Cash (5,0 Prozent) und Grundstücke (ein Prozent). Mutterkonzern der KPK ist die Selbsthilfe Pensionskasse der Caritas (siehe auch frühere Meldung).
portfolio institutionell newsflash 06.10.2010/jan/rko




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