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Ausgabe 10/2017

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13.04.2015

KfW steckt eine Milliarde in Green Bonds

KfW-Logo (Quelle: KfW-Bildarchiv/Thomas Klewar)

Die Förderbank ist bislang am Markt für Green Bonds nur als Emittent aufgetreten. Das soll sich nun ändern. Der Startschuss für den Aufbau eines entsprechenden Portfolios ist gefallen.

Mit der Emission von Green Bonds hat die KfW bereits im Sommer vergangenen Jahres begonnen. Nun tritt die Förderbank auch auf der Käuferseite auf. Wie die KfW mitteilte, werde man ein Green-Bond-Portfolio mit einem Volumen von einer Milliarde Euro auflegen. Der Start ist für das zweite Quartal 2015 vorgesehen. 

„Der Green-Bond-Markt ist eine alternative, kapitalmarktbasierte Finanzierungsquelle für Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, den es gilt auszubauen. Mit dem Green-Bond-Portfolio wollen wir ergänzend zu unseren Kreditaktivitäten und unseren eigenen Green-Bond-Emissionen einen weiteren Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten“, erläutert Dr. Günther Bräunig, Kapitalmarktvorstand der KfW-Bankengruppe.

Durch ihr Engagement will die KfW eigenen Angaben zufolge als Investor zur qualitativen Entwicklung des noch jungen, aber dynamisch wachsenden Green-Bond-Marktes beitragen. In diesem Sinne haben die KfW und das BMUB (Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit) gemeinsam Mindestanforderungen für die Qualität der förderungswürdigen Green Bonds definiert. Insbesondere Qualitätsanforderungen an die Transparenz bezüglich der zu finanzierenden Projekte und der Mittelverwendung seien essentiell, um sicherzustellen, dass über das Kapitalmarktinstrument Green Bonds geeignete Klima- und Umweltschutzprojekte finanziert werden. Die KfW selbst ordnet die Emissionserlöse ihrer Green Bonds, die im Juli 2014 erstmals unter dem Namen „Green Bonds – Made by KfW“ emittiert wurden, dem Erneuerbare-Energien-Programm zu.

Auch in ihren Kapitalanlagen setzt die KfW auf Nachhaltigkeit: Die Förderbank hat bereits 2006 die Grundsätze für verantwortungsvolles Investieren der Vereinten Nationen, die UN PRI, unterzeichnet und wendet seit 2008 ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) beim Management ihres Liquiditätsportfolios an, in dem mit einer Einzeladress-Limitsteuerung gearbeitet wird. Die Bank lässt sich hierfür monatlich von einer Rating-Agentur für staatliche und nicht-staatliche Emittenten ein Nachhaltigkeits-Rating erstellen, das dann als Grundlage für die Limitsteuerung dient. So wird bei den besten 20 Prozent in dem Ranking, die ein entsprechendes NNN-Rating erhalten, der Limitrahmen beibehalten. Bei den schlechtesten 20 Prozent wird er um 30 Prozent gesenkt. Die übrigen Emittenten fallen in die Kategorie NN, für die eine Senkung des Limitrahmens um zehn Prozent vorgesehen ist. Allerdings gibt es keinen Automatismus. „Wir sind ein Buy-and-Hold-Investor. Wenn ein Unternehmen im Ranking nach unten fällt und den Limitrahmen überschreitet, bedeutet das nicht, dass wir sofort verkaufen, sondern nur keine Wiederanlage tätigen“, erklärte Dr. Solveig Pape-Hamich, die für die Wertpapieranlagen der KfW verantwortlich war und im Herbst vergangenen Jahres die Bank verließ, gegenüber portfolio institutionell vor einiger Zeit. Die Aufgaben Pape-Hamichs bei der KfW übernimmt seit November 2014 Doris Kramer.

portfolio institutionell newsflash 13.04.2015/Kerstin Bendix 

 
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