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20.01.2010

Koblenzer Ärzteversorgung könnte Rechnungszins für 2009 schlagen

Die VBK versichert Ärzte im Koblenzer Raum

Die Einrichtung erwartet eine Kapitalanlagerendite von mehr als vier Prozent.

KOBLENZ - Die Versorgungseinrichtung der Bezirksärztekammer Koblenz (VBK) erwartet für 2009 eine Rendite, die wieder oberhalb des Rechnungszinses von vier Prozent liegt. Dies sagte VBK-Vorsitzender Egon Walischewski in einem Brief an die Mitglieder des Versorgungswerks.

Im Krisenjahr 2008 wies die 950 Millionen Euro schwere VBK eine Rendite von 3,5 Prozent aus und damit weniger als die fünf Prozent im Vorjahr. Allerdings lag das Ergebnis am oberen Ende der eigenen Schätzung (siehe frühere Meldung).

Für 2009 zeigte sich Walischewski optimistischer, weil die VBK mit ihrer Aktienquote von der Markterholung etwas profitieren konnte. "Bei der aktuellen Marktsituation sind wir zuversichtlich für das Anlagejahr 2009 wieder eine Nettoverzinsung oberhalb von vier Prozent zu erreichen."

Walischewski stellte zudem fest, dass das Aktienengagement der Einrichtung im Vergleich zu früheren Phasen und anderen Versorgungswerken zu niedrig ist. Deshalb sollte eine Erhöhung des Aktienanteils weiter Bestandteil der strategischen Ausrichtung sein, sagte er.

Für die Aktien nannte Gerhard Bermel, VBK-Geschäftsführer, im Gespräch mit portfolio institutionell eine Zielallokation von fünf bis zehn Prozent. Auch die Immobilienquote wurde nach einer erstmaligen Beteiligung an einem Spezialfonds erhöht, und beträgt derzeit etwa acht Prozent. "Bei den Immobilien können wir kurzfristig bis zu zehn Prozent gehen", so Bermel.

Wie andere deutsche Institutionelle in den Monaten nach der Lehman-Pleite hat sich die VBK mit Unternehmensanleihen eingedeckt, die eine besonders hohe Verzinsung boten. "Der Block von 30 Millionen Euro Unternehmensanleihen (3,1 Prozent des Vermögens) ist mit einem Durchschnittszins von 4,99 Prozent ausgestattet. Diese Verzinsungen werden uns in den nächsten Jahren renditemäßig gut unterstützen", kommentierte Walischewski.

Bermel ergänzte: "Unsere klare Botschaft ist, dass wir unsere Anlage breiter streuen wollen, so dass wir für die nächste Krise besser gewappnet sind." Der Anteil an festverzinslichen Papieren liegt bei über 70 Prozent.

Die VBK hatte Anfang Dezember knapp 4.700 Anwärter und rund 1360 Rentenempfänger. Im Jahr 2010 will das Versorgungswerk die Anwartschaften und Renten gegenüber dem Vorjahr um 0,75 Prozent steigern.

portfolio institutionell newsflash 20.01.2010/jan/kbe

 
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