KOBLENZ - Die Versorgungseinrichtung der Bezirksärztekammer Koblenz (VBK) hat wegen der niedrigen Renditen bei Anleihen ihren Rechnungszins gesenkt, und zwar von vier Prozent auf 3,75 Prozent.
In einem Jahresbrief an die Mitglieder erklärte der VBK-Vorsitzende Egon Wallischewski: "Die Reduzierung des Rechnungszinses bringt eine leichte Entspannung. Die Neuanlagen bei festverzinslichen Wertpapieren bringen zurzeit aber noch niedrigere Renditen. Wir leben noch von laufenden Rentenpapieren, die vor Jahren noch zu höheren Konditionen gekauft werden konnten. Diese laufen jedoch kontinuierlich in den nächsten Jahren aus.†Die Ärzteversorgung ist, wie zahlreiche andere VAG-Anleger auch, ein großer Bond-Investor. Mehr als 70 Prozent des Vermögens (960 Millionen Euro) sind in Zinstiteln allokiert.
Zwecks Renditesteigerung kündigte die VBK vor einem Jahr an, seine Beteiligungen in Aktien, Unternehmensanleihen und Immobilien zu erhöhen. Die Aktienquote sollte von seinerzeit drei Prozent auf fünf bis zehn Prozent erhöht werden, die Immobilienquote - überwiegend Direktanlagen - von acht auf zehn Prozent (siehe auch frühere Meldung).
Unternehmensanleihen wurden auch dazu gekauft, und liegen nun bei fünf Prozent des Vermögens. "Für uns ist wichtig, dass aus diesem Segment immerhin eine durchschnittliche Verzinsung von derzeit noch über 4,5 Prozent erreicht wird. Dies stützt in nicht unerheblichem Maße das Erreichen des Rechnungszinses", kommentierte Wallischewski.
Der VBK-Chef gab auch weitere Details zu der ersten Beteiligung an einem Immobilien-Spezialfonds. Es handelt sich um einen Fonds der Deutschen Bank Tochter RREEF, wovon die Ärzteversorgung sich eine Rendite von (zwischen 3,5 bis 4,5 Prozent) verspricht.
Wie das Versorgungswerk weiter mitteilte, verbesserte sich die Nettorendite von 3,5 Prozent im Jahr 2008 auf 4,25 Prozent in 2009. Die Kosten für die Verwaltung der Kapitalanlagen gingen von 1,86 auf 1,82 Prozent zurück.
Per November 2010 versicherte die VBK 4.878 Ärzte in Koblenz und der Umgebung, von denen sie 46 Millionen Euro an Beiträgen einnahm. Die Rentenzahlungen in Höhe von 38 Millionen Euro gingen an 1.384 Leistungsempfänger.
portfolio institutionell newsflash 02.02.2011/jan/pe




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