PFÄFFIKON (Schweiz) - Man Investments, einer der größten Anbieter von alternativen Anlagen weltweit, will künftig mehr in Hedgefonds investieren, die eine "Relative-Value"-Strategie verfolgen.
"Insbesondere wird der Bereich Credit Arbitrage übergewichtet, da erwartet wird, dass die Risikobereitschaft der Anleger anhält, und die Neuemissionen auf dem Untenehmensanleihenmarkt den Rekordwert des Vorjahres von 181 Milliarden US-Dollar übertreffen werden", schreibt Man in einem neuen Bericht über Hedgefonds.
"Die Spreads weisen weiterhin eine hohe Streuung auf. Daher dürften sich sowohl für Long- als auch für Short-Positionen der Manager gute Chancen eröffnen", heißt es weiter.
Nach Angaben des Index-Anbieters Hedge Fund Research hatten Relative-Value-Strategien im Monat Juli 1,85 Prozent erzielt und damit etwas mehr als der Gesamtindex (1,65 Prozent). Für die ersten sieben Monate 2010 lag die Performance bei 5,65 Prozent und damit deutlich über dem Gesamtindex (1,34 Prozent).
Eine weitere Relative Value-Strategie, die Man positiv sieht, ist "Fixed Income Arbitrage". Diese dürfte von einem Umfeld profitieren, das sich durch erhöhte Volatilität, steile Zinskurven, Aktivitäten der Zentralbanken und ein umfangreiches Staatsanleihenangebot auszeichnet, so die Man-Experten.
Nach seiner guten Performance im Juli sehe Man noch Chancen bei "Global Macro-Strategien". Allerdings solle der Anleger berücksichtigen, dass der Großteil der guten Renditen auf Long-Positionen in Schwellenländerwährungen und Rohstoffen zurückzuführen sei. Dafür werde das Engagement im Bereich "Equity Market Neutral" verringert, da das geringe Handelsvolumen und "anhaltende regulatorische Risiken" die Renditechancen schmälern dürften.
Ende Juni 2010 verwaltete Man ein Vermögen von 38,5 Milliarden US-Dollar (30,5 Milliarden Euro) für Privatkunden und institutionelle Anleger.
portfolio institutionell newsflash 25.08.2010/jan/gor




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