MANNHEIM - Die französische Fondsboutique Mandarine Gestion will in Deutschland einen neuen Asset-Allokation-Fonds lancieren sowie ihr Vertriebsteam um zwei Spezialisten erweitern.
Der Fonds namens "Mandarine Reflex" richtet sich an Wholesale-Kunden, wie Dachfonds, Maklerpools und unabhängige Vermögensverwalter, und wird ab Mitte Februar in Deutschland angeboten. Der Großteil von Mandarines Kunden sind Institutionelle, auch einige in Deutschland.
Für den Fonds selektiert Mandarine die Aktien aus, während eine Spezialisten von Edmond de Rothschild Asset Management versucht, die Anlage mit Optionen oder Futures abzusichern. Wie bei den anderen Mandarine Fonds "Valeur" und "Unique" investiert Reflex in europäische Aktien.
Laut Andreas Krebs, der als Partner den deutschen Vertrieb verantwortet, verzeichnete der Reflex-Fonds seit Auflegung im Juni 2009 einen Wertzuwachs von rund 28 Prozent und erreicht aktuell ein Fondsvolumen von 136 Millionen Euro.
Mandarine Reflex ähnelt allerdings einem anderen Produkt, das im deutschen Wholesale-Markt in den vergangenen zwei Jahren ein großer Erfolg geworden ist: "Investissement" von Carmignac Gestion. Der Grund ist eine Performance von plus 53 Prozent seit Februar 2009.
Bis Ende 2011 will Krebs indes zwei Vertriebsspezialisten für Frankfurt einstellen. Dank der Aktienhausse der vergangenen zwei Jahre laufen die Geschäfte bei Mandarine gut. 2010 verzeichnete die Boutique 500 Millionen Euro an Zuflüssen. Damit verwaltet Mandarine insgesamt 1,6 Milliarden Euro in ihren drei Fonds.
Marc Renaud, Gründer und Chef von Mandarine Gestion, sieht kurzfristig kein Ende der Hausse. "Wir stehen am Anfang der Erholung, was man anhand der noch niedrigen Bewertungen für europäische Aktien sieht", sagte er zu portfolio institutionell auf dem diesjährigen Fondskongress in Mannheim.
Zu den attraktivsten Werten zählen laut Renaud Unternehmen aus dem Bereich Rohstoffe (Beispiel: Xstrata) ebenso wie Pharmawerte (Beispiele: Fresenius, Sanofi). Renaud ist aber auch bereits seit Herbst 2010 bei Banken übergewichtet. "Damit meine ich Institute wie BNP Paribas, Intesa, UniCredit oder Santander. Diese Titel werden immer noch unter ihrem Buchwert gehandelt", so Renaud weiter.
portfolio institutionell newsflash 09.02.2011/jan/kbe




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