Fondsgesellschaft verbucht 902 Millionen Euro an Nettomittelzuflüssen.
FRANKFURT - Die Erholung der Aktienmärkte 2009 hat auch das Geschäft des Aktienmanagers Fidelity Deutschland beflügelt. Wie die Fondsgesellschaft in Frankfurt mitteilte, betrugen die Nettomittelzuflüsse 902 Millionen Euro für das Jahr nach 60 Millionen Euro für das Krisenjahr 2008. Mehr als die Hälfte des Absatzes - 525 Millionen Euro - kam von der institutionellen Sparte.
Wegen der Zuflüsse und Wertzuwächse stieg das verwaltete Vermögen von Fidelity auf 10,5 Milliarden Euro Ende 2009 von sieben Milliarden Euro im Vorjahr. Exakt zwei Milliarden Euro sind institutionelle Gelder, die restlichen 8,5 Milliarden Euro stammen von Privatanlegern.
Am stärksten gefragt war der Fonds Fidelity Active Strategy (FAST) Europe, der ähnlich verfährt wie ein Hedgefonds. 2009 verbuchte FAST Europe allein 290 Millionen Euro an Zuflüssen von privaten und institutionellen Anlegern. Das Flaggschiff "Fidelity European Growth Fund" erzielte einen Nettozuwachs von 165 Millionen Euro, der "Fidelity Target Funds 2020" von 100 Millionen Euro.
"Fidelity gehörte 2009 zu den Gewinnern im deutschen Fondsmarkt. Obwohl die Börsen volatil, die Konjunktur schwach und die Anleger skeptisch waren, haben sie uns ihr Geld anvertraut", sagte Christian Wrede, Sprecher der Geschäftsleitung von Fidelity Deutschland.
Obwohl Wrede die Märkte im Jahr 2010 als schwierig einschätzt, will er den Fondsabsatz von 2009 übertreffen. Bis 2013 soll sich der Marktanteil von Fidelity von derzeit 1,5 Prozent verdoppeln, so Wrede weiter.
Wrede zeigte sich besonders zufrieden mit der Entwicklung des institutionellen Geschäfts. Er verwies darauf, dass die Zuflüsse aus dem Geschäft im guten Börsenjahr 2007 nur 45 Millionen Euro betrugen. 2008 stiegen sie auf 402 Millionen Euro und sorgten damit für ein positives Absatzergebnis in dem Krisenjahr (siehe auch Interview).
Die institutionelle Sparte von Fidelity, die von Klaus Mössle geleitet wird, hat mehr als 50 Kunden, vornehmlich Unternehmen aber auch Versicherungen und Stiftungen. Als besonders erfolgreich hob Fidelity seine Zeitwertkonten und Lebenszyklusfonds hervor. "In die sieben Fidelity Target Funds flossen 2009 Nettomittel von 298 Millionen Euro mit Schwerpunkt bei Firmenkunden, so viel wie bei keinem anderen Anbieter in Deutschland. Das entspricht einem Marktanteil von 70 Prozent", so die in den USA beheimatete Fondsgesellschaft.
portfolio institutionell newsflash 27.01.2010/jan/kbe




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