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21.07.2010

Meag gewinnt Großmandat von einem Erstversicherer

Robert Helm, Meag

Robert Helm, Meag

Die Höhe des Mandats dürfte mehr als 500 Millionen Euro betragen.

MÜNCHEN - Meag, der Asset Manager für die Münchener Rück und Ergo, hat im ersten Halbjahr ein sogenanntes "Insourcing-Mandat" von einem Erstversicherer außerhalb der Gruppe gewonnen.

Wie der Asset Manager in München mitteilte, werden die gesamten Kapitalanlagen des Versicherers an die Meag ausgelagert. Die Meag wird das Unternehmen auch bei der Asset-Liability-Steuerung beraten.

"Wir wollen im institutionellen Geschäft jedes Jahr um eine halbe Milliarde Euro wachsen. Mit dem neu gewonnenen Großmandat haben wir dieses Ziel jetzt schon deutlich übertroffen", sagte Robert Helm, Geschäftsführer der Meag. Weitere Details zu dem Mandat, etwa den Namen des Kunden oder das genaue Volumen, nannte Helm nicht.

Neben fünf Komplettauslagerungen hat die Meag weitere Insourcing-Mandate, die lediglich einzelne Teile der Wertschöpfungskette im Asset Management, wie das Portfoliomanagement, das Kapitalanlagecontrolling oder die Optimierung der Strategischen Asset Allokation betreffen. Bislang verwaltete die Meag für konzernexterne institutionelle Anleger rund fünf Milliarden Euro.

Eine hohe strategische Aktienquote dürfte die Meag ihren Kunden nicht empfehlen. Auch die Munich Re investiert nur rund drei Prozent in Dividendentitel. "Die Volatilität ist so hoch, dass eine hohe Aktienquote für eine Versicherung langfristig keinen Sinn mehr macht. Heftig schwankende Aktien verursachen für den Versicherer hohe Kapitalkosten", sagte dazu Helm.

Auf die Frage, wo künftig die Rendite herkommen soll, sagte Meag-Vertriebsleiter Stefan Arneth: "Alternative Anlagen sind aus Liquiditätsgründen problematisch. Der Mehrertrag wird künftig aus einem aktiveren Management festverzinslicher Papiere kommen."

Doch auch Aktien will die Meag nicht völlig ausschließen. Helm: "Aus meiner Sicht sind opportunistische Aktienengagements mit Quoten von null bis zwanzig Prozent vorstellbar." Diese Sichtweise hat nichts mehr mit der häufig gebrauchten Vorgabe gemein, bis zu etwa fünf Prozentpunkte von einer strategischen Aktienquote abweichen zu können. Eine andere Variante in Eigenkapital zu investieren könnten Portfolios mit Minderheitsbeteiligungen sein.

Vorstellbar für Helm sind dabei Größenordnungen von zehn bis zwanzig Prozent an nicht gelisteten Unternehmen. Solche Investments wären eine Gegenentwicklung zur Entflechtung der Deutschland AG, die in den vergangenen Jahren stattgefunden hat.

portfolio institutionell newsflash 21.07.2010/pe/jan

 
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