MÜNCHEN - Meag, der Asset Manager der Munich Re Versicherung, hat nach dem Rekordjahr 2010 die zehn-Milliarden-Euro-Marke beim verwalteten Vermögen für externe Kunden überschritten.
Wie Meag-Geschäftsführer Robert Helm im Interview mit portfolio institutionell sagte, verbuchte das Unternehmen im vergangenen Jahr erstmals 2,2 Milliarden Euro an Zuflüssen. Allerdings machte das Outsourcing-Mandat seitens der Protektor Lebensversicherung-AG mit zwei Milliarden Euro fast die ganze Summe aus (siehe auch frühere Meldung).
Mit dem Protektor-Mandat verwaltet Meag nun acht Milliarden Euro für institutionelle Anleger. Weitere zwei Milliarden Euro werden in Publikumsfonds gemanagt. Über das Geschäft mit Drittkunden hinaus betreut Meag 195 Milliarden Euro an Kapitalanlagen von der Münchener Rück. "Die Meag ist vor zehn Jahren gegründet, und es gab wie bei jeder Gründung Gebärschmerzen. Heute haben wir aber im institutionellen Bereich eine Größe erreicht, welche es uns leichter macht, auch von Bestandskunden mehr Geschäft zu holen", sagte Helm im Interview.
_Zwischen 500 und 600 Millionen Euro sollen eingesammelt werden
Meag hat sich nun zum Ziel gesetzt, jährlich zwischen 500 und 600 Millionen Euro von Drittkunden einzusammeln. Auf die Frage, wie weit das Unternehmen jetzt davon entfernt ist, antwortete Helm: "Wir sind gewohnt, unsere Ziele zu erreichen, auch wenn sie am Anfang des Jahres noch weit entfernt sind. Mit unserem Outsourcing-Angebot und unseren Erfolgen 2010 sind wir zuversichtlich, unsere Ziele 2011 zu erreichen."
Das Angebot der Meag umfasst Dienstleistungen wie Asset-Liability-Studien, Erarbeitung der strategischen Asset Allokation sowie Risikomanagement und Controlling. Eine Manager-Auswahl, die von sogenannten Fiduciary Managern zusätzlich angeboten wird, gehört nicht dazu. Deshalb gehörten Fiduciary Manager nicht zu den Hauptkonkurrenten. "Am ehesten sehen wir Vermögensmanager von Versicherungen als Wettbewerber, wie General Re Capital oder Talanx."
Helm wiederholte auch seine Empfehlung gegen eine hohe strategische Aktienquote für VAG-Anleger (Pensionskassen und Versicherungen). "Was ich im Sommer 2010 gesagt habe, gilt immer noch: Die Volatilität ist so hoch, dass eine hohe Aktienquote für eine Versicherung langfristig keinen Sinn hat. Denn heftig schwankende Aktienkurse verursachen hohe Kapitalkosten." VAG-Anleger sollten lieber opportunistisch in Aktien investieren.
Helm und Meag-Vertriebsleiter Stefan Arneth sehen für Versicherungen nach wie vor den Mehrertrag durch ein aktives Management von Anleihen. "In den volatilen Märkten gibt es immer wieder Möglichkeiten, sich von Papieren im Bestand zu trennen, ohne negative bilanzielle Effekte auszulösen", sagte Arneth. "Attraktive Neuemissionen ermöglichen es, auf den jetzigen Zinsniveaus wieder attraktive Renditen einzukaufen, die den Rechnungszins sichern."
portfolio institutionell newsflash 13.04.2011/jan/gor




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