Asset Manager
09.07.2018

Mehr Business für Luxemburg und Irland

State Street: Mehrheit der Asset Manager plant Vermarktung grenzüberschreitender Produkte. Grenzüberschreitende Vertriebswege sind entscheidend.

Der State Street 2018 Fund Strategy Survey zufolge planen 64 Prozent von 250 weltweit befragten Asset Managern, in den nächsten fünf Jahren grenzüberschreitende Produkte auf den Markt zu bringen. Damit wird im gleichen Zeitraum auch für grenzüberschreitende Fonds-Standorte ein beschleunigtes Wachstum erwartet. Durchgeführt wurde die Studie von Oxford Economics im Mai und Juni 2018 in 15 Staaten.

Luxemburg ist Favorit

Etwas mehr als zwei Drittel (62 Prozent) der Asset Manager, die auf die Umfrage geantwortet haben, wollen ihre Fonds in Luxemburg ansiedeln, also 16 Prozent mehr als heute; 55 Prozent in Irland, also 13 Prozent mehr als heute; und 25 Prozent auf den Cayman Islands, also sechs Prozent mehr als heute. Alle drei Standorte zählen laut den Studienmachern zu den fünf gefragtesten, wobei Irland die USA und das Vereinigte Königreich (beides Rechtssysteme, die traditionell mit der Ansiedlung von Fonds für den inländischen Vertrieb in Verbindung gebracht werden) noch überholen dürfte. 

„Asset Manager sind geografisch auf Expansionskurs, um neue Produkte auf den Markt zu bringen und neue Wachstumsmöglichkeiten zu erschließen“, kommentiert Liz Nolan, Chief Executive Officer von State Street für EMEA. „Da grenzüberschreitende Strategien rasant an Bedeutung gewinnen, werden Asset Manager Skalierbarkeit und Rentabilität in einem kostenintensiven Umfeld dadurch anstreben, dass sie Standorte wählen, die einen Vertrieb über verschiedene Rechtssysteme, Strukturen und Rahmenbedingungen ermöglichen.“

Herausforderungen: nationale Vorschriften, Markenaufbau, verkürzte Markteinführungszeiten

Auch die geografische Dynamik trägt zu den Herausforderungen bei, denen sich Asset Manager bei der Einführung neuer Produkte gegenübersehen. 23 Prozent der Befragten gaben an, dass es hierbei die größte Herausforderung sei zu verstehen, wie sich die jeweiligen nationalen Vorschriften auf die Strategie auswirken. Es folgten 21 Prozent, die den Aufbau der Markenbekanntheit als größte Herausforderung bezeichneten, und 18 Prozent, die die verkürzten Markteinführungszeiten als Herausforderung empfanden. Speziell zu Europa war eine Erkenntnis der Umfrage, dass 43 Prozent der Asset Manager davon ausgehen, dass Mifid II den Produktvertrieb erschweren wird. 20 Prozent stimmten dieser These nicht zu.

„Da grenzüberschreitende Produkte zunehmend als optimaler Wachstumsweg gelten, suchen Asset Manager nach Standorten mit einem etablierten regulatorischen Umfeld“, so David Suetens, Leiter State Street in Luxemburg. „Standorte wie Luxemburg und Irland, die die regulatorischen Anforderungen sicher und effizient erfüllen können, sind für Asset Manager naheliegend, um Risiken zu begrenzen, Kostenvorteile zu erzielen und Investoren weltweit zu erreichen.“

portfolio institutionell, 09.07.2018/Patrick Eisele

 
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