MÜNCHEN - Die Privatbank Merck Finck hat ihre Asset-Management-Tochter an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochter verkauft. Der Preis wurde nicht genannt.
Der Grund für die Trennung ist Merck Fincks Wunsch, sich völlig auf die Vermögensverwaltung für reiche Privatkunden zu konzentrieren. Die ehemalige Tochter, die MFI Asset Management heißt, verwaltet 1,75 Milliarden Euro für institutionelle Anleger, zum Beispiel Versicherungsunternehmen und Stiftungen.
Geschäftsführer der nun unabhängigen MFI Asset Management sind Johann Peter Roßgoderer und Johann Ipfelkofer, langjährige Mitarbeiter bei der Privatbank. "Mit Merck Finck bestehen weiterhin enge Verbindungen in der Vermögensverwaltung sowie im Management der von den Privatbankiers aufgelegten Publikumsfonds", hieß es in einer Mitteilung.
MFI Asset Manager war vor der Trennung als Spezialist für Asset-Allocation-Strategien in Spezialfonds bekannt. Das Unternehmen kooperiert beispielsweise mit dem Investment-Consultant Alpha Portfolio Advisors bei einem flexiblen Aktien-Renten-Produkt, genannt Best-of-Two. Laut Roßgoderer berechnet Alpha im Rahmen der Konzeptumsetzung monatlich die Aktien- und Rentenallokation auf der Basis von Marktdaten, die MFI dem Consultant zur Verfügung stellt. MFI setzt dann diese Quoten im Fonds um.
Bereits 2008 hatte Merck Finck seinen Anteil an Universal-Investment, Deutschlands größtem Anbieter von Master-KAGen, verkauft. Die anderen Eigentümer der Universal sind die Privatbanken Hauck & Aufhäuser, Berenberg, Bankhaus Lampe sowie die Asset-Management-Tochter der Landesbank Baden-Württemberg.
portfolio institutionell newsflash 13.01.2010/jan/kbe




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