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24.03.2010

MLP: Riester-Rente lohnt sich mehr als die Entgeltumwandlung

MLP-Zentrale in Wiesloch

MLP-Zentrale in Wiesloch

Der Unterschied liegt darin, dass der Riester-Sparer in der Leistungsphase keinen Beitrag an die gesetzliche Krankenversicherung zahlen muss.

BERLIN - Der Finanzvertrieb MLP hat ausgerechnet, dass sich die Riesterrente oftmals mehr lohnt als eine Entgeltumwandlung bei der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Seit der Rentenreform 2001 werden beide Durchführungswege staatlich gefördert.

Auf der Handelsblatt-Tagung zur bAV legte MLP eine Tabelle vor, wonach die Riesterrente in der Leistungsphase die bAV-Lösung nach Abzug von Steuern schlägt. Das MLP-Beispiel zeigt einen Riester-Sparer der monatlich 640 Euro nach Abzug von Steuern erhält, während ein Arbeitnehmer mit der Entgeltumwandlung auf 621 Euro kommt. Bei der bAV-Lösung wurde ein Arbeitgeberzuschuss allerdings nicht angenommen. Es wurde außerdem unterstellt, dass beide Sparer in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichert sind.

Laut Harald Huhn, Leiter bAV bei MLP, liegt der Unterschied darin, dass der Riester-Sparer von einem GKV-Beitrag befreit ist, während der bAV-Sparer diesen Beitrag leisten muss. In Deutschland ist die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung in der GKV. Bei den Privatversicherten sieht es laut MLP indes ganz anders aus: Während der Riester-Anleger erneut auf einen Betrag von 640 Euro kommt, erhält der bAV-Sparer mit der Entgeltumwandlung knapp 790 Euro.

"Wir müssen die Aussage, dass die Entgeltumwandlung per se attraktiver ist als die Riester-Rente relativieren", sagte Huhn. "Gleichwohl spielt eine Kollektiv-Lösung wie die Entgeltumwandlung eine wichtige Rolle bei der Altersvorsorge, und, es ist notwendig, diese Lösung mit der Individual-Lösung intelligent zu verbinden."

Die Bundesregierung will allerdings nur die Riester-Rente nachbessern und nicht die Entgeltumwandlung (siehe Meldung in dieser Ausgabe).

Huhn zeigte eine weitere Tabelle von der OECD, wonach ein Arbeitnehmer in Deutschland künftig nur 40 Prozent seines Bruttoverdienstes in Form einer staatlichen Rente bekommen wird. Dies ist weit unter dem Durchschnitt von 58,7 Prozent für die ausgewählten OECD-Länder. Deutschland war damit auf dem Niveau der USA. Luxemburg lag an der Spitze mit 88,3 Prozent, gefolgt von Spanien (81,2 Prozent) und Österreich (80,1 Prozent). Schlusslicht ist Großbritannien.

portfolio institutionell newsflash 24.03.2010/jan/gcu

 
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