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Strategien
27.01.2016

Neue Wege im ETF-Geschäft

Joseph Sullivan, Quelle: Legg Mason

Der US-Vermögensverwalter Legg Mason will offenbar eine eigene Infrastruktur für die Auflegung aktiv verwalteter ETF aufbauen. Das könnte einen neuen Trend einläuten.

Der auf aktives Management fokussierte US-Vermögensverwalter Legg Mason engagiert sich erstmals im Bereich börsengehandelter (Index-)Fonds, Exchange Traded Funds, kurz ETF. Hierzu hat die Gesellschaft nahezu 20 Prozent der Anteile am Asset-Management-Dienstleister Precidian Investments übernommen mit der Option, eine Mehrheitsbeteiligung an Precidian zu erwerben.

Zudem hat das Haus einen Anteil von 83 Prozent am New Yorker Immobilienspezialisten Clarion Partners übernommen und die Fusion der auf alternative Investments spezialisierten Legg-Mason-Tochter Permal mit dem New Yorker Hedgefonds Entrust bekanntgegeben. Dieses soll die Kapazitäten im Bereich alternativer Investments stärken.

Mit dem ETF-Engagement will Legg Mason offenbar vor allem eine eigene Infrastruktur für die Auflegung aktiv verwalteter ETF aufbauen. Precidian Investments bietet nach eigenen Angaben Vermögensverwaltern Dienstleistungen und Verfahren zur kostengünstigen und effizienten Auflegung komplexer ETF und Investmentfonds an. Mit „Active Shares“ hat der Anbieter einen Prozess und eine Technologie entwickelt, die es aktiven Managern erlauben soll, ihre Strategien in Form kostengünstiger, steuereffizienter und flexibler ETF zu vermarkten, ohne die Zusammensetzung ihrer Portfolios börsentäglich veröffentlichen zu müssen. Das Unternehmen hat bei der US-Börsenaufsicht SEC eine Genehmigung zur Nutzung des Prozesses beantragt.

„Wir glauben, dass der Active-Shares-Prozess für aktive ETF die beste ETF-Lösung für die aktive Vermögensverwaltungsbranche ist“, betont Joseph Sullivan, der Chairman und CEO von Legg Mason. Insofern sei Precidian Investments der „perfekte Partner” für die Produktentwicklung in diesem schnell wachsenden Bereichen des ETF-Marktes.

Da Legg Mason weltweit vertreten ist und mit einem verwalteten Vermögen von gut 670 Milliarden US-Dollar zu den größten unabhängigen Vermögensverwaltern der Welt gehört, könnten diese Aktivitäten auch Hinweise auf Trends in der gesamten Vermögensverwaltungsbranche liefern. Insofern sollte es nicht wundern, wenn in Zukunft immer mehr aktive Asset Manager auf alternative Anlagestrategien und -klassen setzen und wenn aktiv verwaltete Fonds zunehmend als ETF aufgelegt und vermarktet würden. Die in Deutschland verbreitete Gewohnheit, ETF allein mit passiven Produkten oder mit Indexfonds gleichzusetzen, könnte bald der Vergangenheit angehören.

portfolio institutionell newsflash 27.01.2016/Ralf Kolbe

 
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