Asset Manager
28.02.2018

Neuer Asset Manager macht Beton zu Gold

(Foto: Shutterstock)

Catella und Kriton haben gemeinsam das Fundament für den neuen Immobilienspezialisten Catella Asset Management gelegt. Getrieben von der hohen Nachfrage nach Top-Immobilien setzen die Partner auf die Revitalisierung nicht ganz so begehrter Objekte.

Der börsennotierte schwedische Immobilienspezialist Catella und der unabhängige Münchner Investment und Asset Manager Kriton haben das Gemeinschaftsunternehmen Catella Asset Management, kurz: CAM, gegründet. Die Partner wollen damit der wachsenden Nachfrage nach Beratungsleistungen im Bereich der professionellen Immobilienbewirtschaftung begegnen. Wie einer Pressemitteilung zu entnehmen ist, soll CAM sowohl nationale als auch internationale Investoren adressieren. Das neu gegründete Unternehmen wirbt mit der langjährigen Expertise seiner Gründer, die nun erstmals auch Dritten im deutschen Markt zur Verfügung gestellt werden soll. 

Gewerbeobjekte werden zu Wohnimmobilien 

Catella Asset Management operiert nach Angaben seiner Bauherren als professioneller Anbieter von Asset-Management-Dienstleistungen. Das Unternehmen fokussiert sich bei seinen Aktivitäten auf die Segmente „Büro“ und „Einzelhandel“. Darüber hinaus sollen auch Gewerbeimmobilien im Tagesgeschäft optimiert werden, die vor einer wertstiftenden Umnutzung stehen und nach erfolgtem Umbau als Wohnimmobilien genutzt werden. CAM hat sich insbesondere zum Ziel gesetzt, das langfristige Ertragspotenzial von Immobilien in den wachstumsstarken Regionen in der Bundesrepublik durch aktives Asset Management zu heben und dieses Potenzial für Investoren zu erschließen, heißt es vollmundig in der Pressemitteilung. 

Henrik Fillibeck, Mitglied der Geschäftsführung bei Catella Real Estate, führt aus, warum für das Vorhaben ein Asset-Management-Unternehmen ins Leben gerufen wurde und verweist auf die aktuelle Marktphase. Diese sei gekennzeichnet durch eine hohe nationale und internationale Nachfrage nach Immobilien im hochwertigen Core-Segment, das bei Investoren gerade deshalb so gefragt ist, weil die Objekte langfristig vermietet sind und stabile Mieteinnahmen versprechen. Die starke Nachfrage habe nun aber zu einer „Preissituation“ geführt, erläutert Fillibeck, in der das Risiko-Rendite-Profil von Objekten mit „Asset-Management-Potenzial“ zunehmend attraktiver wird. Anders gesagt will CAM mit seinem Ansatz Spitzenobjekte entwickeln.

In dem Zusammenhang weist Fillibeck darauf hin, wie wichtig es sei, als Immobilienspezialist auch lokal verankert zu sein: Eine regionale Präsenz gekoppelt an eine lokale Expertise seien ausschlaggebend, um höhere Renditen zu erwirtschaften. Gleichzeitig erhöhe ein lokaler Ansatz die Sicherheit im Rahmen einer Immobilientransaktion. Teil des Konzeptes ist auch, das Vermietungspotenzial „gestresster“ Immobilien zu erhöhen und die Objekte mittelfristig profitabel zu verkaufen. 

Catella Asset Management wird geleitet von Andreas Hauff, er ist Managing Partner bei Kriton, und Nicolas Hartel, der von Catella zu CAM stößt. Ein Team aus Spezialisten beider Häuser soll sich um die Interessen der Investoren kümmern. Während „full-service provider” Kriton sein verwaltetes Vermögens mit rund 430 Millionen Euro beziffert, verwaltet die im Immobilien-, Fonds- und Bankgeschäft tätige Catella 17 Milliarden Euro. 

Gefragtes Immobilien-Know-how aus München 

Bereits Anfang Februar angelte sich das zur Macquarie Group zählende Infrastrukturhaus Mira den Investmentmanager GLL Real. Das Münchner Unternehmen wird zur Immobilienbeteiligungsplattform für Mira in Europa und Amerika.

portfolio institutionell 26.02.2018/Tobias Bürger

 
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