DÜSSELDORF - Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat rund 300 Millionen Euro aus Rücklagen für Beamtenpensionen in griechische Staatsanleihen investiert. Das sagte Stephanie Hagelüken, Sprecherin des NRW-Finanzministeriums, auf Anfrage von portfolio institutionell.
"Aus unserer Sicht ist die Rückzahlung der Anleihen nicht gefährdet", ergänzte Hagelüken und verwies dabei auf das 110 Milliarden Euro schwere Hilfspaket für Griechenland. Das Paket wurde von den Euro-Ländern und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) am Sonntag vereinbart. Deutschlands Anteil am dreijährigen Rettungspaket beläuft sich auf bis zu 22,4 Milliarden Euro.
Für seine derzeit 150.000 Beamten hat NRW vor elf Jahren eine Rücklage von 2,9 Milliarden Euro gebildet. Beim Anlegen dieser Gelder wird das Land Hagelüken zufolge von der Bundesbank beraten. Nähere Details zu den griechischen Anleihen, wie zum Beispiel ihre Laufzeit, nannte die Sprecherin nicht.
Neben NRW haben fast alle Bundesländer sowie der Bund selbst Pensionsfonds gegründet, aus denen Beamtenpensionen gezahlt werden sollen. Nur in Berlin, Schleswig-Holstein und dem Saarland ist dies noch nicht geschehen (siehe auch frühere Meldung). Auch die Stadt Düsseldorf hat 2008 angekündigt, einen derartigen Fonds mit Haushaltsüberschüssen bilden zu wollen (siehe Meldung).
portfolio institutionell newsflash 05.05.2010/jan/rko




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