Stiftungen
29.01.2018

Oberfrankenstiftung mit neuem Geschäftsführer

Stefan Seewald (Foto: Archiv)

Die in Bayreuth ansässige Förderstiftung hat einen neuen Geschäftsführer gefunden. Für die Stiftung ist er kein Unbekannter, schließlich betreut er schon seit Jahren die Vermögensanlage der Franken.

Stefan Seewald heißt der neue Geschäftsführer der Oberfrankenstiftung. Er folgt auf Eckhard Wiltsch, der die Einrichtung nach 14 Jahren, davon fast zwölf Jahre als Geschäftsführer, zum 31. Dezember 2017 verlassen hat. Seewald ist für die Oberfranken kein Unbekannter. Bevor er 2016 in die Reihen der Stiftung wechselte, betreute er als Mitarbeiter der Sparkasse Bayreuth die Vermögensanlagen der Oberfrankenstiftung. Deren Stiftungsvermögen beziffert er auf „über 500 Millionen Euro“. 

Die Oberfrankenstiftung wurde 1927 vom Vorläufer des Bezirks Oberfranken, dem Kreis Oberfranken, unter dem Vorsitz des Bamberger Oberbürgermeisters Adolf Wächter errichtet und mit einem Vermögen in Höhe von sechs Millionen Reichsmark ausgestattet. Die Einrichtung gehört zu den großen öffentlich-rechtlichen Stiftungen in Deutschland und ist ausschließlich als Förderstiftung tätig. Sie verfolgt demnach keine eigenen Projekte, sondern gewährt auf Antrag Zuwendungen zu Vorhaben anderer Träger.

Wie es in einer Pressemitteilung heißt, wirkt die Stiftung nun schon seit 90 Jahre für die Region. Sie habe in dieser Zeit über 450 Millionen Euro an Fördergeldern ausgereicht. Sie bereichere das kulturelle, wissenschaftliche und soziale Leben, und mache durch ihre Beiträge viele Projekte überhaupt erst möglich. „Die Erfolgsgeschichte der Oberfrankenstiftung im letzten Jahrzehnt beruht ganz wesentlich auch auf dem unermüdlichen Einsatz und Engagement von Eckhard Wiltsch. So konnten die Leistungsfähigkeit und das Vermögen der Oberfrankenstiftung trotz Finanzkrise und Niedrigzinsphase gesteigert werden. Eine besondere Würdigung für die Oberfrankenstiftung war 2013 die Verleihung der bedeutendsten Auszeichnung für institutionelle Investoren in Deutschland, des portfolio institutionell Awards, als Beste Stiftung“, betont die Vorsitzende des Stiftungsrats der Oberfrankenstiftung, Regierungspräsidentin Heidrun Piwernetz. Stefan Seewald war es, der damals den Preis persönlich in Empfang nahm. 

Die Entwicklung der Oberfrankenstiftung lässt sich unter anderem an der Zahl ihrer Bewilligungen ablesen: Während in den 1990er-Jahren noch im Durchschnitt circa 50 Bewilligungen mit durchschnittlich fünf Millionen Euro pro Jahr vergeben wurden, stiegen diese Zahlen auf über 100 Bewilligungen mit durchschnittlich 20 Millionen Euro pro Jahr an. 

portfolio institutionell 24.01.2018/Tobias Bürger

 
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