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31.03.2010

Pensionskasse verbessert Rendite ohne Aktien

Karsten Weber

Karsten Weber

Die Bruttoverzinsung der aktienscheuen Kasse kletterte 2009 auf 4,9 Prozent.

MÜNCHEN - Die Pensionskasse der Genossenschaftsorganisation in Bayern (PK) hat im vergangenen Jahr ihre Performance erneut verbessert, und zwar unabhängig von der Aktienerholung.

Wie Karsten Weber, Investmentchef der PK zu portfolio institutionell sagte, kletterte die Bruttoverzinsung der Kapitalanlage von 4,8 Prozent 2008 auf 4,9 Prozent 2009. Beide Werte liegen deutlich über dem Rechnungszins von 3,5 Prozent.

Die Verbesserung der Rendite führte Weber vor allem auf Kursgewinne bei den Anleihen der PK zurück. Die 320 Millionen Euro schwere Pensionskasse ist zu 90 Prozent in festverzinsliche Papiere mit höchster Bonität investiert. "Die sehr volatilen Märkte und die damit einhergehenden staatlichen Konjunkturprogramme nötigten uns zu einer neuen Anlagestrategie im Sinne einer semi-passiven Strategie", sagte er im Interview. "Dies geschah, um zu verhindern, dass die nur noch kurzlaufenden Wertpapiere in dem zu erwartenden Niedrigzinsumfeld ab der zweiten Jahreshälfte fällig würden", führte Weber weiter aus.

Auch die Gewinne von Immobilien, die fünf Prozent des Anlagevolumens ausmachen, sowie einem Unternehmensanleihefonds (zwei Prozent) sollen zu dem positiven Ergebnis beigetragen haben.

Zu der Frage, warum die PK trotz kräftiger Erholung der Aktienkurse dem Markt fernblieb sagte er: "Wir hatten mit erheblichen Rückschläge gerechnet, die allerdings nicht eingetreten sind. Auch jetzt hätte es noch dazu kommen können, wenn Griechenland nicht gerettet worden wäre."

Und weiter: "Rückschläge sind unserer Fassung nach immer noch möglich, schauen Sie sich zum Beispiel den spanischen Immobilienmarkt an, da könnte noch einiges auf uns zukommen, und deswegen werden wir 2010 nicht in Aktien investieren"

Dafür will die PK in diesem Jahr ihre Immobilienquote möglichst verdoppeln, allerdings nur über den direkten Weg und nur in Bayern. Weber: "Wir haben bereits im Dezember 2009 Immobilien in einem zweistelligen Millionen Bereich mit Übergang Nutzen und Lasten im Frühjahr 2010 erworben, um im schwierigen Folgejahr die "frischen Beitragseinnahmen" optimal zu investieren. Hier werden wir Renditen von über sechs Prozent erzielen."

Risikokapital für mehr Immobilien oder - ab 2011 - für Aktien sei jedenfalls da.
"Insgesamt hat die Kasse eine komfortable Situation hinsichtlich des Risikokapitals und behält sich darüber hinaus die Nutzung von Opportunitäten offen", so der PK-Investmentchef. Ein Wiedereinstieg in den Aktienmarkt würde über einen Spezialfonds erfolgen.

Die PK versichert rund 19.000 Mitarbeiter aus dem genossenschaftlichen Sektor in Bayern, vor allem Banken. Mehr als 2.000 Menschen beziehen eine Rente von der Kasse.

portfolio institutionell newsflash 31.03.2010/jan/kbe

 
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