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Versorgungswerke

24.09.2012

Feedback als Antrieb begreifen

Dr. Andreas Kretschmer und Markus Altenhoff
portfolio-Awards: Interview mit Dr. Andreas Kretschmer, Hauptgeschäftsführer der Ärzte­versorgung Westfalen-Lippe (ÄVWL) und diesjähriger Preisträger bei den portfolio Awards in der neu geschaffenen ­Kategorie „­Bestes ­Versorgungswerk“.

Herr Dr. Kretschmer, aus welchen ­Gründen hat sich die Ärzteversorgung ­Westfalen-Lippe um die portfolio ­institutionell Awards ­beworben?
Das hat vielschichtige Gründe. Wir gehen innovative Wege mit unseren Kapital­anlagen. Gleichwohl fragen wir uns, wie diese von ­einer externen ­Jury bewertet werden und wie wir als Ärzteversorgung Westfalen-Lippe im ­Vergleich zu anderen Versorgungswerken ­unserer ­Größe dastehen. Dies sind für uns wichtige Fragestellungen, um die eigenen Prozesse und die identifizierten Trends ­konsequent zu hinterfragen. Der Sieg in der Award-Kategorie „Bestes Versorgungswerk ­Deutschlands“ hat uns in unserer ­Strategie – nämlich Anlagen unabhängig von den ­volatilen ­Kapitalmärkten zu tätigen – ­bestärkt. Dieser Preis ist auch ein Außen­signal und zugleich „Beweis“ für unsere ­Mitglieder und Rentner, die natürlich ein hohes ­Vertrauen in uns ­setzen.

Wie hoch war denn der Aufwand für die ­Bearbeitung der Fragebögen?
(Lacht) Die Fragebögen gehen sehr ins Detail – sie hinterfragen Prozesse, Ziele und auch Ergebnisse. Doch neben der reinen Award-Teilnahme sind sie für uns und ­unsere ­Mitarbeiter auch ein internes „Projekt“ – ­mit Hilfe der Fragen können wir ­unsere ­internen Prozesse kritisch überprüfen und sind damit laufend auf dem aktuellen Stand.

Kam es durch die Teilnahme zu ­unerwarteten Nebeneffekten?
Ja, natürlich. Wir haben zum Beispiel die ­eine oder andere bedeutende Prozess­optimierung ­identifiziert. Derartige Erkenntnisse sind im ­Arbeitsalltag sehr hilfreich.

Und was war der Hauptnutzen?
Neben der Bestätigung unserer Arbeit durch eine unabhängige Fachjury vor allem das Feedback unserer Mitglieder und ­Rentner sowie der Mitarbeiter und Kollegen. Dieses große Lob hat das Vertrauen in unsere Arbeit auch vor dem Hintergrund der derzeitigen ­schwierigen Kapitalmarktlage gestärkt.

Sehen Sie in den portfolio institutionell Awards eigentlich auch einen Nutzen für die ­Gesamtbranche?
Ich kann diese Frage natürlich nicht für andere beantworten, doch ich gehe davon aus, dass der Vergleich und der Austausch im Rahmen der alljährlichen Award-Veranstaltungen für ­andere Versorgungswerke ebenso ­interessant ist wie für mich. Wir wollen ­unsere ­innovativen Ideen schließlich auch für andere ­Versorgungswerke umsetzbar ­machen. ­Immer komplexere Due-Diligence-­Prüfungen und rechtliche Strukturen lassen aus unserer Sicht eine vertiefte Zusammenarbeit ­zwischen Versorgungswerken sinnvoll ­erscheinen. So haben sich bereits einige ­Versorgungswerke an unseren Engagements, etwa im Rahmen des Infrastrukturprojekts „­Amprion“, unterbeteiligt. Unser Netzwerk kann somit noch ­größer und letztlich auch besser ­ausgestattet werden.

portfolio institutionell newsflash 24.09.2012/pe

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