BERLIN -Die Protektor Lebensversicherungs-AG hat für die Verwaltung ihrer Kapitalanlagen Gen Re Capital durch Meag ersetzt. Das bestätigte die Sicherungseinrichtung der deutschen Lebensversicherer auf Anfrage von portfolio institutionell.
Zu dem Austausch erklärte Protektor: "Wir führen für alle wesentlichen externen Dienstleistungen Auswahlverfahren durch und wiederholen diese in regelmäßigen Abständen. Bei dem zuletzt durchgeführten Auswahlverfahren hinsichtlich der Kapitalanlageverwaltung hat die Meag nach den von uns gesetzten Kriterien in der Gesamtschau das beste Ergebnis erzielt."
Die Kapitalanlagen, die nun von der Meag verwaltet werden, belaufen sich nach Angaben des Unternehmens auf 2,1 Milliarden Euro. Dem standen 1,94 Milliarden Euro an Verpflichtungen gegenüber.
Ende Juli teilte Meag mit, dass sie ein fünftes Komplettmandat gewonnen habe. Weitere Details zu dem Mandat nannte der Asset Manager der Münchener Rück nicht (siehe frühere Meldung).
Die Gen Re Capital wurde Ende 2009 von Sal. Oppenheim übernommen und wird nun in die Deutsche Bank integriert, die damit ihr Angebot für die Versicherungswirtschaft ausbauen möchte. Die Deutsche Insurance Asset Management, die unter anderen die Zurich Versicherung betreut, gilt als weltgrößter Insurance Asset Manager. Wie gut informierte Branchenkreise berichten, hatte Protektor Befürchtungen, nur noch ein Kunde unter vielen zu sein.
Die Sicherungseinrichtung wurde 2002 von den im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisierten Lebensversicherern gegründet. 2003 hat Protektor den gesamten Versicherungsbestand der Mannheimer Leben übernommen, die sich während der spekulativen Blase am Neuen Markt mit Aktienengagements verhoben hatte.
Drei Jahre später kam ein Sicherungsfonds hinzu, der Ende 2009 ein Vermögen von 674 Millionen Euro auswies. Für den Fonds wurden bereits 2006 Asset-Management-Mandate an die Cominvest und die Meag vergeben.
portfolio institutionell newsflash 08.09.2010/pe-jan/rko




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