Rupert Hengster war von 2004 bis Anfang 2010 CEO der Oppenheim KAG.
FRANKFURT - Rothschild Asset Management startet den aktiven Vertrieb seiner Produkte in Deutschland und hat als Deutschland-Chef Rupert Hengster eingestellt.
Hengster kommt von der Oppenheim KAG, wo er von 2004 bis Anfang 2010 Sprecher der Geschäftsführung war. Im Zuge der Rettung von Sal. Oppenheim durch die Deutsche Bank ist Hengster ausgeschieden (siehe Hintergrund). Zuvor war er bei der Commerzbank und WestLB Asset Management.
Schwerpunkt des Pariser Asset Managers, der in Frankfurt ein Büro aufmacht, werden institutionelle Investoren und Drittvertriebe sein. "Im Fokus stehen vor allem europäische und Emerging-Markets-Aktienfonds, sowie Wandelanleihe- und Asset Allocation-Produkte", teilte die Fondsgesellschaft auf Nachfrage von portfolio institutionell mit.
Zum Start hat Rothschild sieben Fonds für den Vertrieb in Deutschland zugelassen, etwa die Aktienfonds "Europe Rendement" und "Saint-Honoré Europe Synergie" oder der Mischfonds "Europe Rendement Flexible". Daneben solle es auch individuelle Mandate für institutionelle Investoren geben. "Wenn die Nachfrage da ist, werden wir auch mit neuen Produkten speziell für den deutschen Markt reagieren", so die Gesellschaft weiter.
In Deutschland strebt der Neuling ein verwaltetes Vermögen von mindestens zwei bis drei Milliarden Euro über die nächsten fünf Jahre an. Dabei sollen sowohl institutionelle Kunden aber auch Vertriebsplattformen im Retailgeschäft angesprochen werden, war vom Investmenthaus zu hören.
Schwerpunkte der Finanzgruppe sind nach eigenen Angaben das Private Banking und das Asset Management mit insgesamt mehr als 100 Milliarden Euro an verwaltetem Vermögen. Rothschild Asset Management verwaltet davon derzeit etwa 13 Milliarden Euro, wovon circa 55 Prozent auf institutionelle Kunden und 45 Prozent auf Privatkunden entfallen.
portfolio institutionell newsflash 24.11.2010/maa-gcu/jan




Deutsche Bank / Realtime Indikation


