FRANKFURT - Christian Mosel, ein ehemaliger Cominvest-Geschäftsführer, ist seit dem 1. Dezember der neue Leiter des institutionellen Geschäfts der Bank Sarasin in Deutschland. Mosel tritt die Nachfolge von Frank Wettlaufer an, der im Sommer aus "persönlichen Gründen" den Posten aufgab, hieß es in einer Mitteilung. Wettläufer sei allerdings noch bei der Bank tätig und werde von München aus weiterhin institutionelle Kunden betreuen.
Auch der bisherige Leiter des Wholesale-Geschäfts, Arthur Nusshart, hat die Bank inzwischen verlassen. Mosel wird auch diesen Bereich verantworten. Zu den Wholesale-Kunden gehören typischerweise Dachfonds, Privatbanken und andere unabhängige Vermögensverwalter.
Mosel ist ein Experte für die betriebliche Altersversorgung (bAV) in Deutschland und war zwischen 2004 und 2008 Geschäftsführer bei Cominvest, dem ehemaligen Asset Manager der Commerzbank. Bis 2005 war Mosel auch im Vorstand des überbetrieblichen Pensionsfonds "Pensor" , ehe das Unternehmen an die Volksfürsorge verkauft wurde. Von 2008 an hat er das institutionelle Geschäft bei der HCI Hanseatischen Capitalberatungsgesellschaft aufgebaut.
In seiner neuen Rolle berichtet Mosel an Aris Prepoudis, Vorstandsmitglied der Schweizer Privatbank, die auf nachhaltige Anlagen spezialisiert ist. Zu seiner Berufung sagte Prepoudis: "Seine weitreichende Expertise ist für die Bank Sarasin ausgesprochen wertvoll, wenn es jetzt darum geht, neue Impulse in der strategischen und operativen Ausrichtung der beiden Geschäftsfelder zu setzen."
In Deutschland verwaltet Sarasin derzeit zwei Milliarden Euro für institutionelle und Wholesale-Kunden. Vor dem Ausbruch der Finanzkrise liefen die Geschäfte der Bank besonders rund. Wettlaufer sagte seinerzeit, dank starker Nachfrage nach nachhaltige Anlagen, Absolute-Return-Fonds und Aktienfonds habe Sarasin zwischen Januar 2007 und Juni 2008 eine Milliarde Euro eingesammelt (siehe frühere Meldung).
Per Ende 2009 verwaltete die Bank Sarasin mit Sitz in Basel ein Kundenvermögen von rund 72 Milliarden Euro - knapp die Hälfte für Privatkunden. Mehrheitsaktionär ist die Rabobank, das Zentralinstitut der niederländischen Volks- und Raiffeisenbanken.
portfolio institutionell newsflash 15.12.2010/jan/rko




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