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05.03.2018

Schuldenerlass gegen Umweltschutz

(Foto: Shutterstock)

Ein Drittel der Gewässer der Seychellen wird zum Meeresschutzgebiet. Möglich macht dies ein neuartiger Schuldentausch und -schnitt, der mit einer Umweltorganisation vereinbart wurde.

Wie Medien berichten, vermittelte die US-Umweltschutzorganisation The Nature Conservancy ein Abkommen mit Gläubigern der Seychellen. Dabei bürgt die Umweltschutzorganisation gegenüber den Gläubigern Belgien, Frankreich, Großbritannien und Italien für 21,6 Millionen Dollar Schulden, die die Organisation den Seychellen zu Vorzugskonditionen abgekauft hat.

Der Inselstaat begleicht nun 15,2 Millionen Dollar an Forderungen an eine Stiftung von The Nature Conservancy. Zudem wurden die Rückzahlungsspanne auf zehn Jahre gestreckt und der Zinssatz gesenkt. Dadurch seien weitere zwölf Millionen Dollar in den kommenden 20 Jahren frei geworden, die in weitere Umwelt-, Meeres- und Artenschutzprojekte fließen sollen. Dafür willigten die Seychellen ein, ein Seegebiet von 210.000 Quadratkilometern unter Naturschutz zu stellen. Bis 2022 soll die Schutzzone auf fast 410.000 Quadratkilometer wachsen.

Ermöglicht wurde der Deal durch Spendengelder in Höhe von fünf Millionen Dollar. Beteiligt hat sich unter anderen die Umweltstiftung des Schauspielers Leonardo DiCaprio. Von multilateralen Geldgebern wie der Weltbank werde dieses Abkommen beobachtet, ob es als Vorbild für ähnliche Abkommen dienen kann. 

portfolio institutionell 05.03.2018/Patrick Eisele 

 
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