MÜNCHEN - Der Pensionsfonds von Siemens hat erheblich von der Erholung der Aktienmärkte 2009 profitiert und das Geschäftsjahr 2009 mit einem deutlichen Plus abgeschlossen.
Wie aus dem jüngsten Geschäftsbericht des Technologiekonzerns hervorgeht, erzielte der Pensionsfonds eine Rendite von insgesamt zehn Prozent im vergangenen Geschäftsjahr, das am 30. September 2009 endete. Die Rendite der deutschen Pläne lag doppelt so hoch wie die erwartete Zahl von 6,5 Prozent. Die Rendite der ausländischen Pläne lag jedoch mit 5,2 Prozent unter der Erwartung von 6,4 Prozent.
Im Vorjahresraum wurde der Siemens-Pensionsfonds von der Finanzkrise stark getroffen und wies ein Minus von 16,2 Prozent aus (siehe auch frühere Meldung). Die Geschäftsjahre 2007 und 2006 waren aber auch nicht viel besser als 2008. In diesen besonders guten Aktienjahren verlor der Pensionsfonds, der eine Aktienquote von rund einem Viertel seines Anlagevermögens fährt, 0,9 und 0,3 Prozent.
Am Ende des Geschäftsjahres 2009 hatte die Einrichtung ein Vermögen von 21,1 Milliarden Euro und damit 4,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Allerdings weitete sich das Pensionsdefizit aus, und zwar von 2,4 Milliarden Euro Ende September 2008 auf rund vier Milliarden Euro Ende September 2009.
Das höhere Defizit ist vor allem auf die gewachsenen deutschen Ansprüche zurückzuführen, die um 78 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro stiegen. Da Pensionsansprüche langfristige Verbindlichkeiten sind, ist das Defizit nur eine Momentaufnahme.
Bei der Asset-Allokation gab es kaum Veränderungen. Siemens war Ende September 2009 zu 27 Prozent in Aktien investiert und damit zwei Prozentpunkte weniger als im Vorjahr. Der Anteil an festverzinslichen Papieren und Immobilien blieb indes mit 61 Prozent und neun Prozent unverändert. Nur der Baranteil erhöhte sich von einem auf drei Prozent.
Siemens gewährt rund 488.000 Mitarbeitern weltweit eine Betriebsrente, darunter 188.000 Anwärter im Unternehmen, 100.000 ehemalige Mitarbeiter sowie 200.000 Pensionäre und Hinterbliebene.
In Deutschland hat Siemens seinen alten leistungsorientierten Pensionsplan weitgehend auf ein beitragsorientiertes Vehikel umgestellt: "Die Mehrheit der aktiven Mitarbeiter nimmt inzwischen an einem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Pensionsplan teil", hieß es im Geschäftsbericht. Und weiter: "Die Leistungen des Plans hängen überwiegend von den geleisteten Unternehmensbeiträgen und den Investmenterträgen auf diese Beiträge ab, wobei eine Minimalverzinsung garantiert wird."
portfolio institutionell newsflash 20.01.2010/jan/kbe




Deutsche Bank / Realtime Indikation


