DÜSSELDORF - Signal Iduna, die seit Beginn der portfolio institutionell Awards 2007 jedes Jahr zu den Gewinnern zählte, hat sich beim diesjährigen Event im Düsseldorfer Meilenwerk nochmals gesteigert. Der Versicherer gewann nicht wie gewöhnlich in einer Kategorie, sondern in gleich drei: "Bestes Risikomanagement", "Beste Portfoliostruktur" und "Bester Investor alternativer Asset Klassen".
"Ich bin sprachlos", kommentierte Bernhard Goliasch, Bereichsleiter Vermögensverwaltung bei der Signal Iduna. "Wir wussten, dass wir gute Chancen in der Alternatives-Kategorie hatten. Wir haben aber auch in zwei anderen Kategorien gewonnen. Das zeigt, dass unser Konzept nachhaltig ist." Die Kapitalanlagen der Signal Iduna betragen 38 Milliarden Euro.
Die Auszeichnung "Industry Achievement International" erhielt Benoit Mandelbrot, Professor für Mathematik an der Yale University, unter anderem für seine Forschungsergebnisse bezüglich der Chaostheorie und der fraktalen Geometrie. Mandelbrot wurde auch gelobt, weil er als einer der wenigen war, der rechtzeitig vor der Finanzkrise warnte.
Wie in den vergangenen zwei Jahren wurde Signal Iduna auch in diesem Jahr Bester Alternatives Investor. Die Begründung der Jury: "Der Finanzmarktkrise zum Trotz wurde die Alternatives-Quote planmäßig ausgebaut. Im Hedgefonds-Bereich wurde durch die Umschichtung von Dachfondsinvestments in Single-Fonds und die Einbindung eines externen Risk-Controllers den Erfahrungen aus der Finanzkrise professionell Rechnung getragen." Der Versicherer wurde auch für sein Risikomanagement ausgezeichnet. "Die Signal Iduna zerlegt das Gesamtrisiko thematisch korrekt. Die Abgrenzung zwischen der strategischen und taktischen Sicht, zwischen rein finanzwirtschaftlichen und eher allgemein operativen Risiken ist gelungen", hieß es als Begründung. Letztlich verfüge das Unternehmen nach Meinung der Jury über die beste Portfoliostruktur, weil beispielsweise bei der Vergabe von Mandaten interne wie externe Manager den gleichen Auswahlkriterien unterworfen werden.
Obwohl die Signal Iduna 2007 als "Beste Versicherung" ausgezeichnet wurde, ging der Award dieses Jahr nicht an sie, sondern an die Württembergische Gemeinde Versicherung (WGV). Nach Ansicht der Jury verfüge die WGV (Kapitalanlagen: 1,8 Milliarden Euro) über einen transparenten und systematischen Kapitalanlageprozess, ein breit diversifiziertes Portfolio und ein effektives Risikomanagement. Außerdem habe die Versicherung in frühen Phasen der Markterholung die sich bietenden Marktopportunitäten, insbesondere bei Aktien und Wandelanleihen, erfolgreich genutzt.
"Beste Altersvorsorgeeinrichtung über einer Milliarde Euro" wurde erneut die Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder (VBL). Wie 2008 hat die VBL auch 2009 trotz schwieriger Märkte eine überragende Rendite erzielt, nämlich knapp über acht Prozent. Die Jury hob hervor: "Der Investmentprozess ist derart ausgestaltet, dass antizyklische Positionierungen Vorrang gegenüber Investmentalternativen erhalten." Und weiter: "Insgesamt gewannen die Jurymitglieder den Eindruck, dass von einer erfolgreichen und innovativen Umsetzung der Kapitalanlage ganz im Sinne der Versorgungsberechtigten gesprochen werden kann."
Die Pensionskasse Troplast wurde erneut zum Sieger in der Kategorie "Beste Altersvorsorgeeinrichtung unter einer Milliarde Euro." Als Begründung nannte die Jury das ausgezeichnete Risikomanagement der Kasse. Dies führte dazu, dass im Krisenjahr 2008 der Einbruch "moderat und akzeptabel" blieb, so die Jury. Im Gesamtbild sei die Kasse solide aufgestellt und werde mit angemessenen Mitteln geführt, hieß es weiter.
Der "Bester Corporate Investor" 2010 heißt BMW Group. Die Jurymitglieder lobten zunächst die einfallsreiche Investmentstrategie des Unternehmens. "Zum Beispiel hat BMW im Zuge der Finanzkrise attraktive Einstiegsniveaus bei Emerging-Markets-Aktien und High-Yield-Anleihen genutzt." Ein weiterer Pluspunkt sei der Umgang mit ihren Finanzdienstleistern. "So werden Asset Manager und Consultants nur dann vergütet, wenn mindestens die Investmentziele erreicht werden.", so die Jury.
Die Axa Deutschland wurde als "Bester Immobilieninvestor" ausgezeichnet. Im Gegensatz zu einer Fokussierung auf Core-Objekte in ausgewogenem Rahmen, nutze Axa Deutschland laut der Jury "das komplette Rendite-Risikoprofil" aus. Auch sei die Performance der Immobilienfonds im direkten und indirekten Bereich 2009 zu loben, so die Jury weiter.
Als "Bester nachhaltiger Investor" wählte die Jury die Evangelische Ruhegehaltskasse (ERK). Die Jury kommentiere: "Im Vordergrund steht das Engagement für Gerechtigkeit, Frieden und Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Damit sieht die ERK vor allem die Wahrnehmung gesellschaftlicher Verantwortung als Leitmaxime für die Ausrichtung ihrer nachhaltigen Geldanlage." Die ERK sei ferner bestrebt, ihre Erfahrungen mit Nachhaltigkeit mit anderen Vermögensverwaltern, Researchern und Consultants zu diskutieren, so die Jury weiter.
"Beste Stiftung" wurde die von Volkswagen. Die Aspekte, die dies untermauerten, seien unter anderem die professionelle Organisation und Umsetzung der Asset Allokation, die Einbeziehung eines externen Vermögensbeirats sowie die praktizierten Ansätze eines gut organisierten Risikomanagements.
Letztlich setzte sich die Stadtsparkasse München als "Beste Bank" durch. Die Jury hob hervor, dass die Bank einen eigenen Bereich zur Risikosteuerung der Eigenanlagen eingerichtet hat. Besonders effektiv sei die Trennung des Direktbestandes von extern gemanagten Spezialfonds. Während der Direktbestand die dauerhafte Liquidität der Sparkasse sichert, dient der Spezialfondsbereich als Maßnahme zur Diversifikation und Steigerung der Rendite.
portfolio institutionell newsflash 23.04.2010/jan/kbe
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23.04.2010
Drei auf einen Streich: Signal Iduna räumt bei den portfolio Awards 2010 ab
Den Award "Industry Achievement International" erhielt Benoit Mandelbrot.
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