Laut "manager magazin" wollen die Sparkassen ihren Anteil an der Frankfurter Fondsgesellschaft von derzeit 50 Prozent auf knapp 75 erhöhen.
FRANKFURT - Die Sparkassen wollen ihren Anteil an der Fondsgesellschaft Deka von derzeit 50 Prozent aufstocken, wenn sich die Landesbanken, die die andere Hälfte besitzen, zurückziehen.
"Für den Fall, dass Anteile im Zuge der Restrukturierungen bei den Landesbanken frei werden sollten, werden diese im Sparkassen-Verbund bleiben", sagte Heinrich Haasis, Präsident der Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) auf einer Pressekonferenz am Mittwoch. Er sehe allerdings derzeit keinen Zwang, die Eigentümerverhältnisse bei der Deka zu verändern.
Damit die EU-Kommission die staatliche Rettung der Landesbanken WestLB, LBBW und BayernLB genehmigt, müssen die Institute sich verkleinern. Sie haben bereits mit der Trennung von bestimmten Geschäftsfeldern begonnen.
Die Äußerungen von Haasis bezogen sich auf einen Artikel im "manager magazin", wonach die Sparkassen kurz davor stünden, ihren Anteil auf knapp 75 Prozent an der Deka zu erhöhen. Die Landesbanken würden damit eine Sperrminorität von 25 Prozent plus einer Aktie behalten.
Wie die Zeitschrift vorab berichtete, ist die Neuordnung der Eigentümerstruktur durch den Verkaufswillen von LBBW-Vorstandschef Hans-Jörg Vetter ausgelöst. Vetter wolle den Anteil der LBBW an der Deka von knapp 15 Prozent erheblich reduzieren, und andere Institute wie die WestLB und die NordLB würden mitziehen.
Mögliche Käufer der Landesbankanteile seien der ostdeutsche Sparkassenverband sowie der hessische Verband. Letztere wolle mit dem Kauf verhindern, dass die Deka mit der Landesbank Berlin, die von den Sparkassen dominiert wird, fusioniert wird. Die Deka hat laut "manager magazin" einen Wert von 4,5 Milliarden Euro.
Wie Haasis weiter sagte, hat die Deka während des guten Börsenjahres 2009 ein "sehr gutes Ergebnis" erzielt. "Grundlage für diesen Erfolg war die intelligente Verzahnung von Asset Management und unterstützenden Kapitalmarktaktivitäten. So hat unter anderem die Anlage der freien Liquidität maßgeblich zur Ergebnissteigerung beigetragen", erklärte er. Im Krisenjahr 2008 hatte die Deka einen Verlust nach Steuern von 36 Millionen Euro ausgewiesen.
Der Fondsabsatz der Deka 2009 litt wiederum unter starken Mittelrückflüssen bei den Geldmarktmarktfonds. "Trotz eines Nettomittelaufkommens von 2,5 Milliarden Euro bei den Immobilienfonds war der gesamte Nettoabsatz nahezu ausgeglichen", so Haasis weiter.
Dank Wertzuwächsen konnte die Deka ihr verwaltetes Vermögen 2009 um 8,8 Milliarden Euro auf 151,2 Milliarden Euro steigern.
portfolio international update 18.03.2010/jan/maa




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