Laut portfolio-Studie sind Investoren mit Carmignac sehr zufrieden.
FRANKFURT - Transparenz und nicht Performance ist das wichtigste Kriterium für deutsche institutionelle Investoren, wenn sie sich für ein Anlageprodukt entscheiden. Dies ist ein Erkenntnis aus einer Studie des portfolio Verlags.
Demnach nannten 67 Prozent Transparenz, gefolgt Emittenten-bzw. Kontrahentenrisiko (54 Prozent) und von Performance (40 Prozent).
Die restlichen Kriterien waren Liquidität (36,5 Prozent), Kosten (35 Prozent) und Volatilität (19 Prozent). Insgesamt wurde 337 Investoren befragt, die zusammen 570 Milliarden Euro an Assets verwalten.
Für eine weitere Überraschung sorgte die Auswahl des Anlagevehikels. Rund 35 Prozent der Investoren gaben Indexfonds (ETF) als bevorzugtes Anlagevehikel. Dies sind nur zehn Prozentpunkte weniger als Spezialfonds oder aktiv gemanagte Publikumsfonds.
ETF werden unter deutschen Institutionellen zunehmend beliebter, weil sie transparent, kostengünstig und äußerst flexibel sind. Die Vehikel eignen sich auch für die Investoren, die entweder nicht an Alpha glauben oder deren Volumina für Spezialfonds nicht ausreichen. Denn passiv gemanagte Spezialfonds sind sogar kostengünstiger als ETF.
Auf die Frage nach ihrem Ziel beim Investieren antworten 53 Prozent, dass sie "möglichst eine positive Rendite" erzielen wollten. Weitere 31 Prozent wollten, dass die Benchmark geschlagen wird, also Alpha, während 16,4 Prozent sich mit einer Marktrendite "Beta" zufrieden gaben.
Wie aus der Studie weiter hervorgeht, standen Unternehmensanleihen besonders in der Gunst der Anleger im ersten Halbjahr 2009. Gut 18 Prozent haben hier ihre Bestände aufgestockt, nur vier Prozent bauten Positionen ab.
"Bei Aktien haben Käufe gegenüber Verkäufen in fast allen untersuchten Segmenten ein kleines Übergewicht: Offenbar scheint es hier von institutioneller Seite zumindest keinen Verkaufsdruck mehr zu geben," hieß es weiter in der Studie.
Besonders zufrieden waren institutionelle Investoren mit den Asset Managern Carmignac Gestion aus Paris, Universal-Investment und Helaba. Der Anteil der positiven Nennungen betrug jeweils 100 Prozent. Pioneer Investments war wiederum der einzige Geldverwalter, der mehr negative als positive Nennungen erhielt.
portfolio institutionell newsflash 09.12.2009/jan/maa




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