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01.09.2010

Studie: Emanzipation begünstigt Altersvorsorge bei Frauen

Das Deutsche Institut für Altersvorsorge erwartet, dass 80 Prozent der Frauen der nächsten Generation materiell genauso gut gestellt sein werden wie Männer.

BERLIN - Die ökonomischen Unterschiede zwischen Männern und Frauen werden in Zukunft schwinden. Wenn Frauen beruflich und einkommensmäßig den Männern gleichgestellt sind, wird dies auch ihren autonomen Vermögens- und Altersvorsorgeaufbau begünstigen.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) in ihrer Untersuchung "Frauen und ihre Altersvorsorge".

"Die alte Rolle der Nur-Hausfrau und Mutter wird abgelöst vom Modell der erwerbsorientierten Frau, die Karriere und Familie unter einen Hut bringt", so die Autorinnen der DIA-Studie Eva Kreienkamp, Gerda Frisch und Julia Gabrysch. Als Grund nennen die Autorinnen die immer bessere Ausbildung und Teilnahme am Arbeitsleben der jüngeren Frauen zusammen mit der demografisch bedingten Verknappung von Arbeitskräften zu einem signifikant höheren Einkommen.

"70 bis 80 Prozent der Frauen der nächsten Generation werden materiell im Wesentlichen genauso gut gestellt sein wie Männer", so DIA-Sprecher Bernd Katzenstein. Auf die Frage, wie viel Prozent der Frauen heute materiell gleichgestellt sind, machte der DIA allerdings keine Angaben.

Die Befragung von 1.035 Frauen zwischen 18 und über 70 Jahren zeigt, dass 80 Prozent selbst Verantwortung für ihre Alterssicherung übernehmen: Fast zwei Drittel zahlen Beiträge für die gesetzliche Rentenversicherung, mehr als die Hälfte spart im Rahmen der privaten Altersvorsorge und mehr als ein Viertel innerhalb der betrieblichen Variante. Auch über die Altersvorsorge hinaus sparen heute fast drei Viertel der Frauen. Sie nutzen dafür Sparkonten oder Versicherungsprodukte (43 Prozent) oder legen ihr Geld in Wertpapieren beziehungsweise Fonds oder Immobilien (jeweils 14 Prozent) an.

Bei 73 Prozent der Frauen, die Geld sparen, wird es vorwiegend sicherheits- und liquiditätsorientiert angelegt. Dabei wurde Sicherheit mit 78 Prozent und Liquidität mit 43 Prozent gewählt. Renditeziele werden erst dann wichtig, wenn ausreichend eigenes Geld vorhanden ist oder wenn sich Frauen hauptsächlich über ihre Berufstätigkeit definieren. Frauen in der beruflichen Aufbau- oder Intensivphase nennen überdurchschnittlich häufig Renditeziele.

portfolio institutionell newsflash 01.09.2010/gcu/jan

 
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