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26.01.2011

Studie: Infrastruktur ist die beliebteste alternative Anlage

Infratruktur-Investments wie Brücken sind unter Investoren derzeit sehr beliebt

Private Equity steht an zweiter Stelle, gefolgt von Hedgefonds & Real Assets.

MÜNCHEN - Infrastruktur rangiert unter institutionellen Investoren als die beliebteste alternative Anlageklasse derzeit. Dies geht aus einer neuen Umfrage des Investmentberaters Mackewicz & Partner hervor.

Bei der Umfrage gaben 65 Prozent der 32 Investoren an, ihre Infrastrukturquote erhöhen zu wollen. Private Equity - mit dieser alternativen Anlageklasse weisen die Befragten die meisten Erfahrungen auf - kam auf einen Wert von 53 Prozent. Hedgefonds und Real Assets wie Gold folgten mit 44 beziehungsweise 41 Prozent.

Diese Werte sind jedoch mit Vorsicht zu genießen. Nicht nur weil die in Umfragen ermittelten Allokationsziele praktisch immer der Realität hinterherhinken, sondern vor allem wegen Solvency II. Die nach dem Standardansatz für Private Equity und Hedgefonds vorgeschriebene Eigenmittelhinterlegung von 49 Prozent machen die Anlageklassen unattraktiv.

Größere Versicherungen arbeiten deshalb an internen Modellen. "Dafür fehlen aber kleineren Versicherungen die Ressourcen. Wenn es der Fondsindustrie nicht gelingt, für kleinere Versicherer Lösungen zu entwickeln, sind diese als Investoren für Private Equity verloren", sagte Detlef Mackewicz. An der Attraktivität von Private Equity zehrt auch, dass die Ergebnisse der bestehenden Fondsbeteiligungen nicht mehr ausreichen, um Commitments in neue Fonds zu bedienen.

In einer weiteren Infrastruktur-Umfrage von Fleischhauer, Hoyer & Partner (FHP) gaben von 36 Investoren knapp 56 Prozent an, bis 2012 in Infrastruktur investieren zu wollen. Die Renditeerwartung liegt dabei im Schnitt bei einer Internal Rate of Return (IRR) von neun Prozent.

Davon werden 5,5 Prozent aus dem laufenden Cashflow erwartet. "Ein Standardgebührenmodell hat sich noch nicht herausgearbeitet", so FHP-Chef Uwe Fleischhauer. "Abgewogen wird wegen der Langfristigkeit beispielsweise zwischen einer Performance Fee auf Transaktionsbasis und einer auf Fonds-Performance." Obwohl der Trend grundsätzlich zu Gebührenmodellen geht, die stärker auf der Performance basieren, können sich nur elf Prozent für Direktinvestitionen begeistern. Die konservative Ausrichtung zeigt sich auch darin, dass nur vier Prozent in Asien investieren wollen.

Anders in der Private-Equity-Umfrage von Mackewicz & Partner. Diese ergab, dass 70 Prozent "Asien" erhöhen wollen. "Mittlerweile gibt es in dieser Region Anbieter, die über drei Fondsgenerationen hinweg überzeugende Renditen abgeliefert haben", kommentierte Mackewicz. "Dennoch ist die First-Time-Problematik noch nicht vorbei. Stärker als bei Single-Fonds ist das Problem bei Dachfonds ausgeprägt."

portfolio institutionell newsflash 26.01.2011/pe/jan

 
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